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Katastrophales Verkehrskonzept am Schifffahrtszentrum Wien

Schilder wurden teilweise willkürlich aufgestellt.
Schilder wurden teilweise willkürlich aufgestellt. ©pixabay.com
Schlecht fällt das Urteil des Wiener Stadtrechnungshofs zur Verkehrssituation am Schifffahrtszentrum am Handelskai aus. Schilder scheinen willkürlich gesetzt.

350.000 Passagiere pro Jahr zählen das Wiener Schifffahrtszentrum bzw. die dortigen Anlegestellen bei der Reichsbrücke am Handelskai. Der Stadtrechnungshof ärgert sich in einem aktuellen Bericht über die dortige Verkehrssituation – allerdings nicht am Wasser, sondern im Uferbereich. Mangelhafte Beschilderungen oder widersprüchliche Kennzeichnungen würden zu Verwirrung oder gar Gefahr führen.

Zahlreiche Mängel bei Beschilderungen am Ufer

Insgesamt zwölf Anlegestellen für Donau-Kreuzfahrtschiffe zählt das Areal, die Passagiere werden oftmals von Bussen für Ausflüge oder eine Stadtbesichtigungen abgeholt. Betrieben wird die Anlage von der “Wiener Donauraum Länden und Ufer Betriebs- und Entwicklungs GmbH”. Der Stadt-RH hat sich nun das 2015 im Zuge der großen Umgestaltung neu implementierte Verkehrskonzept angesehen. Bei diversen Lokalaugenscheinen mussten sich die Prüfer über so einiges ärgern: “Unübersehbar waren die zahlreichen Mängel bzw. Schwächen des Konzepts und seiner Umsetzung.”

Kritik vom Rechnungshof

Konkret geht es um die Zu- und Abfahrtsmöglichkeiten zu bzw. von den einzelnen Anlegestellen für Taxis oder Busse. Ein eigenes Verkehrskonzept soll Konflikte mit Radfahrern, Spaziergängern oder zwischen einzelnen Touristenbussen vermeiden. Den strengen Blicken der Prüfstelle genügten die einzelnen Maßnahmen allerdings nicht: “Diverse Verkehrszeichen entsprachen nicht den Bedürfnissen das Verkehrskonzept umzusetzen bzw. konterkarierten dieses sogar. Auch die Aufstellungsorte und die Ausrichtung der Verkehrszeichen schienen in mehreren Fällen willkürlich und am Bedarf vorbei gewählt worden zu sein.”

Fehlende Schilder und falsche Markierungen

Nicht beschilderte Einbahnen, auf Treppelwegen fahrende oder abgestellte Fahrzeuge mangels Verbotszeichen, schlecht sichtbare Kennzeichnungen der dortigen Begegnungszone, veraltete Bodenmarkierungen ohne “sichernden, leitenden oder ordnenden Geist” sowie Sperrlinien auf einem Teil des Buswendeplatzes, der das rechtmäßige Umkehren eigentlich verunmöglicht – all das führt der Stadt-RH auf mehreren Seiten in aller gebotenen Präzision an. Und auch ein quasi fremdländischer Gefahrenhinweis erregte die Aufmerksamkeit der Prüfer: “Zur Warnung vor der Gefahr, in die Donau zu stürzen, bediente sich die Wiener Donauraum GmbH eines Verkehrszeichens aus der deutschen Straßenverkehrsordnung, das einen über einen befestigten Absatz ins Wasser fallenden Pkw symbolisiert.”

Busplätze verschieben

Der Stadt-RH drängt auf entsprechende Überarbeitungen und Korrekturen und regt zudem an, eventuell den Bus- und Taxiplatz etwas weiter vom Anlegegelände entfernt anzusiedeln, um so das Verkehrsaufkommen unmittelbar im Uferbereich zu minimieren. Denn in der derzeitigen Situation herrsche eher der Eindruck, “Verkehrsteilnehmer auf einer stark befahrenen Straße zu sein, stets auf der Hut, nicht in Konflikt mit anderen Verkehrsteilnehmern zu kommen”.

Seitens des Betreibers heißt es in der – im Bericht enthaltenen – Stellungnahme, die Mängel beseitigen und den Kfz-Verkehr minimieren zu wollen. Wenig begeistert zeigt man sich, Schiffspassagieren einen etwas längeren Fußweg bis zum Ausflugsbus zuzumuten: “Den Vorschlag eines zu definierenden Abholplatzes für Busse hält die Geschäftsführung für nicht wünschenswert, weil dort mit konzentrierten Lärm- und Geruchsbelästigungen zu rechnen ist.”

(APA/red)

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