Kanadierin Howell gewann Gold im Ski-Slopestyle

Dara Howell gewann Qualifikation
Dara Howell gewann Qualifikation
Mit dem hohen Score von 94,20 Punkten hat am Dienstag Dara Howell Olympia-Gold im Ski-Slopestyle gewonnen. Beim Debüt dieser Sportart im Zeichen der Fünf Ringe setzte sich die 19-jährige Kanadierin in Krasnaja Poljana vor Devin Logan aus den USA (85,40) und ihrer Landfrau Kim Lamarre (85,00) durch. Die Österreicherin Philomena Bair war in der Qualifikation ausgeschieden und 16. geworden.
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Howell wusste bereits vor ihrem zweiten Run, dass sie Gold in der Tasche hat. Schwer zu Sturz gekommen ist im Finale der besten zwölf die Kanadierin Yuki Tsubota, die liegen geblieben war und von Helfern vom Kurs weggetragen werden musste. Sie kam aufgrund ihres Ergebnisses vom ersten Lauf auf den sechsten Rang.

Bair verpasste zwar das Zwölferfinale, ihr Talent ließ die 17-Jährige aber erkennen. Bei der Olympiapremiere von Ski-Slopestyle zeigte die Zillertalerin im ersten Run der Qualifikation ihre – nicht ganz sauber ausgeführten – Tricks und kam auf 57,60 Punkte. Im zweiten stürzte sie und lieferte eine ungewollte Einlage. Für die Heim-WM 2015 am Kreischberg gilt es, hart weiterzuarbeiten.

Bair, die auf größerer Bühne erst die Erfahrung von fünf Weltcupantreten (als Beste Zehnte und Elfte) und einer Junioren-WM (16.) hat, war sehr nervös an den Start gegangen und froh, den ersten Lauf ohne Sturz runtergebracht zu haben. “Es hätte alles sauberer sein können, aber die Tricks haben gepasst”, sagte Bair. “Bei Olympia zu sein, war voll cool und hat mir sehr getaugt. Ich bin zufrieden, ich habe mir nichts erwartet. Es ist in Ordnung.”

Beim Sturz nach einem Sprung im zweiten Lauf hatte Bair einen Skistock verloren. Tapfer kletterte sie den Aufsprunghügel hinauf und holte ihn. “Ich habe auch nicht ganz gecheckt, warum mir da keiner geholfen hat. Dann habe ich mir gedacht, bevor ich jetzt fünf oder zehn Minuten warte, gehe ich selbst rauf”, sagte sie zur APA.

Trainer Lukas Brucic ärgerte sich schon etwas drüber, dass Bair nicht geholfen wurde. “Ja, ein Wahnsinn. Ich habe hier leider schon ein paar Sachen gesehen, die nicht ganz so passen und bei Weltcups schon besser waren. Sie werden viel zu tun haben, aber da könnte schon jemand runterrutschen”, meinte er.

Mit der Leistung seines jungen Schützlings war er zufrieden. “Man kann alles ein bisschen schöner machen, das weiß sie selber auch, aber der erste war gut und wir sind froh, dass sie ihn runtergebracht hat. Sie hätte im zweiten an Tricks nichts mehr zusetzen können, aber von der Sauberkeit und den Grabs her schon.” Das sei aber eine gute Vorbereitung für die nächsten Sachen gewesen, die kommen. “So können wir weiterarbeiten.”

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