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Kampusch in WG gesiedelt

Natascha Kampusch hat einen weiteren Schritt in Richtung eigenständiges Leben gemacht.

Das 18-jährige Entführungsopfer ist im Laufe dieser Woche vom Wiener Allgemeinen Krankenhaus (AKH), wo ein Betreuer-Team die Akut-Versorgung übernommen hat, in eine betreute Wohnung umgezogen, „die ihren Bedürfnissen entgegenkommt“, sagte Kampuschs Anwalt Gerald Ganzger am Freitag zur APA und bestätigte damit einen Bericht des ORF.

Für die junge Frau sei das ein „wichtiger Zwischenschritt, um bald in ein Leben in Freizeit hinübergleiten zu können“, sagte der Jurist. Kampusch dürfte ihren Wohnort damit nicht zum letzten Mal gewechselt haben: „Sie wird sicher nicht den Rest ihres Lebens in einer betreuten Einrichtung verbringen“, so Ganzger. „In absehbarer Zeit“ werde die 18-Jährige selbstständig leben. Wann sie diesen Schritt macht, entscheide Natascha Kampusch in Absprache mit ihren Betreuern.

Mehr als ein Monat nach ihrer Flucht gehe es Natascha Kampusch „gut“, „sie beginnt ihr neues Leben in Freiheit mit viel Engagement zu organisieren und freut sich auf Dinge, die sie in ihrer Gefangenschaft nicht machen konnte“, sagte der Anwalt der 18-Jährigen. Unter anderem wolle man kommende Woche die Gründung der Foundation der jungen Frau, die zum Teil der Bekämpfung einer Mordserie an mexikanischen Frauen zugute kommen soll, ein letztes Mal besprechen.

Fotos von Kidnapper Wolfgang Priklopil, die die Tageszeitung “Österreich“ in ihrer Freitag-Ausgabe veröffentlicht hat, seien nicht mit dem Einverständnis von Natascha Kampusch gedruckt worden. Rechtlich sei die Veröffentlichung der Bilder aus einer Überwachungskamera im Donauzentrum jedoch eine Angelegenheit der Mutter des Entführers, so Ganzger. „Natascha Kampusch will sich nicht mit jeder Pressemeldung beschäftigen. Dafür bräuchte sie acht Anwälte und elf Medienbetreuer“, sagte der Jurist.

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