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Kampf gegen teure Mehrwert-SMS

Ab sofort kann man den unerwünschten Empfang von Mehrwert-SMS unterbinden - und zwar auf der Website www.sms-sperre.at.

Die Eingabe der eigenen Handy-Nummer und der zu sperrenden Mehrwert-Nummer reicht, um eine sofortige Empfangssperre zu veranlassen. Eine automatische PIN-Code- und Bestätigungs-SMS verhindert den Missbrauch des Sperrdienstes.

Die Initiative zur SMS-Sperr-Website ging vom Internet-Ombudsmann und von der Arbeiterkammer aus, die im Rahmen der Initiative „Saferinternet.at“ (www.saferinternet.at) einen „Mehrwert SMS Round Table“ von Konsumentenschützern mit Handynetzbetreibern, Telekom-Regulierungsbehörde und Mehrwertdienste-Anbietern initiiert hatten.

Dabei wurde festgestellt, dass der unerwünschte SMS-Empfang vielfach auf langfristige SMS-Abonnements zurückzuführen ist und vor allem Kinder und Jugendliche durch das Bestellen von Klingeltönen und Handy-Spielen betroffen sind. Und auch im Erotik-Bereich wird man manche SMS-„Kontakte“ nur mehr schwer los – und bezahlt pro eingehender Short-Message bis zu zehn Euro.

Grundsätzlich müsste, so der Internet-Ombudsmann in einer Aussendung am Freitag, das Abbestellen aller Mehrwert-SMS-Dienste mittels SMS mit dem Wort „Stop“ an den Dienste-Anbieter funktionieren. So sehen es die gesetzlichen Regelungen zumindest vor. Klappt das nicht, fallen laufend Empfangskosten an und man ist nachträglich auf komplizierte und oft langwierige Rechnungseinsprüche bei seinem Handy-Netzbetreiber angewiesen. Erschwerend kommt hinzu, dass viele Betreiber von SMS-Mehrwertdiensten ihren Sitz im Ausland haben und für Kundenanfragen nur schwer erreichbar sind.

Keiner der österreichischen Handy-Netzbetreiber biete derzeit die komplette Sperre der Mehrwert-SMS Nummernblöcke (09xx) an, hieß es in der Aussendung. Und das, obwohl dies in Österreich seit langem gesetzlich vorgeschrieben wäre. Das betonte auch die AK am Freitag. Nur Sprachtelefonate zu Mehrwertnummern können derzeit über die jeweiligen Netzbetreiber präventiv gesperrt werden.

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