Kameraden des toten Rekruten: Beschwerden des 19-Jährigen wurden ignoriert

Die Beschwerden des Rekruten sollen ignoriert worden sein.
Die Beschwerden des Rekruten sollen ignoriert worden sein. ©APA (Sujet)
Zwei Kameraden des verstorbenen 19-jährigen Rekruten in Horn haben Vorwürfe gegen Vorgesetzte erhoben. Bei dem Marsch habe der junge Mann nach kurzer Wegzeit geklagt, dass es ihm schlecht ginge. "Er hat es jedem gesagt, aber keiner hat ihm zugehört", wird in einem Medienbericht zitiert.
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Rekrut gestorben

Er habe blass ausgesehen und ihm sei übel und schwindlig gewesen, berichten die zwei Kameraden, von denen einer bei dem Marsch dabei war. Der 19-Jährige soll die anderen Grundwehrdiener und einen Gefreiten darauf hingewiesen haben, der Gefreite habe ihm aufgetragen weiterzugehen. Auch ein Kommandant soll von den Beschwerden des Rekruten gewusst haben, berichteten die Kameraden laut “Falter”. Außerdem habe ein Kommandant vor dem Marsch gesagt, es bringe nichts, sich während der Übung zu beschweren, wer genug Luft habe sich zu beschweren, habe genug Luft zu marschieren.

Im Verteidigungsministerium werden die Ergebnisse der eingesetzten Untersuchungskommission abgewartet, sagte Sprecher Michael Bauer auf APA-Anfrage am Dienstagabend. Im Erstbericht seien jedenfalls “keinerlei Verfehlungen” der Vorgesetzten festgestellt worden. Laut vorläufigem Obduktionsergebnis war Überhitzung des Körpers die Todesursache. Bei einer Blutuntersuchung des verstorbenen Rekruten wurde außerdem ein akuter Infekt festgestellt.

(APA/Red)

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