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K.O.-Tropfen-Vorfall inFeldkirch

Das Getränk der 22-Jährigen wurde mit K.O.-Tropfen versehen.
Das Getränk der 22-Jährigen wurde mit K.O.-Tropfen versehen. ©Symbolbilder: Pixabay
Beinahe hätte eine gewöhnliche Partynacht für Michelle aus Feldkirch ein brenzliges Ende genommen: In einem Moment der Unachtsamkeit, wurde das Getränk der 22-Jährigen scheinbar mit K.O.-Tropfen versehen.
"Man muss höllisch aufpassen"

Der 27. Dezember ist ein Tag, den Michelle aus Feldkirch vermutlich so schnell nicht mehr vergessen wird. Eigentlich wollte die 22-Jährige einfach nur mit Freunden in Feldkirch feiern gehen. Als die Gruppe gemeinsam beschloss, draußen eine Zigarette zu rauchen, sollte sich die unbeschwerte Stimmung schlagartig ändern.

Getränk mit K.O.-Tropfen versehen

Michelle war bewusst, dass es gefährlich ausgehen kann, ein Getränk unbeaufsichtigt zurückzulassen. Zu oft hatte sie bereits Geschichten gehört, in denen K.O.-Tropfen involviert waren. Daher stellte die 22-Jährige ihr Glas auf einem kleinen Tisch nahe der Security ab. "Ich dachte, es wäre dort sicher. Niemals hätte ich damit gerechnet, dass jemand so dreist wäre, direkt neben dem Sicherheitspersonal ein Getränk zu spicken", erzählte die Feldkircherin im Interview.

Opfer war ständig unter Aufsicht

"Als wir in den Club zurückkehrten, nahm ich mein Getränk vom Tisch und trank es aus. Dann wurde ich plötzlich unglaublich müde", erzählte die 22-Jährige. Ihre Augen wurden immer schwerer, sie konnte sie nur mit Müh und Not offen halten. Sie fühlte sich erschöpft, konnte sich kaum auf den Beinen halten. Taumelnd wurde sie von ihren Freunden an die frische Luft gebracht, doch auch dies verschaffte keine Besserung. Schnell schien klar: Jemand musste K.O.-Tropfen in das Getränk der Feldkircherin geschummelt haben.

Anstatt in Panik zu geraten, handelten die Freunde des Opfers genau richtig: Michelles Freund wich zu keinem Zeitpunkt von ihrer Seite. Er hielt die benebelte 22-Jährige wach, bis die Wirkung nachließ. Die Feldkircherin hatte es überstanden. Durch das Teilen ihrer Geschichte hofft sie, andere Frauen auf ebendiese Gefahren aufmerksam zu machen: "Es ist wichtig, ein Bewusstsein für dieses Thema zu schaffen. Wir sollten wachsamer werden und gegenseitig aufeinander aufpassen."

Rauchverbot: Gefahr verschärft

Laut Andrew Nussbaumer, Fachgruppenobmann der Gastronomie und Geschäftsführer des Palasts in Hohenems, sind sich Gastronomen einer solchen Problematik durchaus bewusst: Durch das Nichtrauchergesetz habe sich die Gefahr einer solchen Situation durchaus verschärft, gerade in Lokalen, in denen das Konsumieren außerhalb des Gebäudes nicht gestattet wird. Dennoch sei hervorzuheben, dass es derartige Vorfälle auch vor der neuen Gesetzgebung gab. "Die Securitys können nicht jedes einzelne Getränk im Auge behalten. Ich kann nur jedem Mädchen dazu raten, das Getränk auszutrinken, bevor nach draußen gegangen oder aus einem anderen Grund das Glas unbeaufsichtigt zurückgelassen wird."

Anzeige bei Polizei wird empfohlen

Nachdem es der 22-Jährigen im Laufe des Abends wieder gut ging, suchte sie keinen Arzt auf. Auch auf eine Anzeige verzichtete sie. Polizeisprecher Horst Spitzhofer rät zu folgendem Verhalten:

  • Mögliche Anzeichen für K.O.-Tropfen sind Benommenheit, Übelkeit und Schwindel. Auch eine Überstimmung ist möglich, man wird dann kontaktfreudiger, offener, aber auch beeinflussbarer.
  • Bei Verdacht auf K.O.-Tropfen, Freunde und Bekannte auf die eigene Situation aufmerksam machen.
  • Eher kleine Getränke bestellen oder solche, die man austrinken kann vor dem Rauchen gehen. Ansonsten immer eine Aufsichtsperson bei den Getränken lassen.
  • Betroffene nicht allein lassen. Im Zweifel, auch bei Home-Parties, mit einer Vertrauensperson die Veranstaltung verlassen.
  • Innerhalb von 12 Stunden sich von einem Arzt auf K.O.-Tropfen untersuchen lassen, länger sind solche Mittel nicht nachweisbar.
  • Anzeige erstatten bei der Polizei.

(VOL.AT.)

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