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Juwelierin-Mord aufgeklärt - Verdächtiger in Haft

Ein 28-jähriger Serbe gilt als mutmaßlicher Mörder einer 85-jährigen Wiener Juwelierin, die in der Nacht auf den 13. September 2005 in ihrer Wohnung in Ottakring brutal erdrosselt worden ist.
Der verdächtige Vladimir P. wurde am 29. Jänner bei einem Abendessen in Russland von österreichischen Zielfahndern und Interpol Russland widerstandslos verhaftet. Am Freitag überstellten die Behörden den Mann nach Österreich. Er befindet sich laut dem Bundeskriminalamt (BK) im Wiener Straflandesgericht in Untersuchungshaft und schweigt eisern zu den Vorwürfen.

Die Juwelierin Elisabeth Sch. war in ihrer Wohnung am Schuhmeierplatz 17 überfallen und gefoltert worden, sie erstickte an ihrem Knebel. Um den Hals hatte die tote 85-Jährige ein Tuch und Klebebänder gewickelt, an den Händen fanden die Ermittler Fesselungsspuren. Den Knebel hatten die Täter immer weiter zugedreht, da sich die Juwelierin zunächst offenbar weigerte, den Schlüssel zum Tresor auszuhändigen. Dadurch wurde das Opfer stranguliert. “Das waren sehr kaltblütige Menschen”, so BK-Sprecher Helmut Greiner über den mutmaßlichen Mörder und seine Komplizen. Im Anschluss soll Vladimir P. aus dem Juweliergeschäft der 85-Jährigen am Schuhmeierplatz 15 fünf Tableaus mit Schmuck im Wert von 100.000 Euro mitgenommen haben. Eine Angestellte entdeckte den Raub am 13. September 2005 gegen 9.00 Uhr und alarmierte die Exekutive.

Die Polizei sucht in dem Mordfall weiterhin nach ein bis zwei noch unbekannten Tätern. “Wir vermuten, vom Ablauf und vom Tatverhalten her, mehrere Komplizen”, erklärte der zuständige Zielfahnder, Oberstleutnant Helmut Reinmüller. Neben Vladimir P. sind allerdings keine Verdächtigen namentlich bekannt. Der beschuldigte 28-Jährige selbst zeige sich verschwiegen und sei bisher zu keiner Aussage bereit, so BK-Sprecher Oberst Helmut Greiner.

Auf die Spur des Serben als Mordverdächtigen kam die Polizei durch DNA-Spuren am Tatort. Seit Dezember 2008 wurde nach dem Mann mittels internationaler Fahndung gesucht. Gefunden wurde Vladimir P. schließlich in Moskau. Dort hielt sich der Verdächtige seit 2006 immer wieder auf, vor allem da seine krebskranke Mutter in der russischen Hauptstadt medizinisch behandelt wurde. Beim Essen in einem Fischlokal wurde er widerstandslos festgenommen. “Er war natürlich extrem überrascht”, so Reinmüller.

Am Freitagnachmittag wurde Vladimir P. mit einer Fly Niki-Maschine von Moskau nach Österreich überstellt. Er landete um 17.10 Uhr in Wien, in den kommenden Tagen sollen die ersten Einvernahmen durch Staatsanwaltschaft, den Untersuchungsrichter und Polizei erfolgen.

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