Jurassic World: Ein neues Zeitalter - Kritik und Trailer zum Film

In "Jurassic World: Ein neues Zeitalter" beschränkt sich die Präsenz der Dinos nicht mehr nur auf eine einzelne abgelegene Insel oder einen Freizeitpark, vielmehr haben sie sich über den ganzen Planeten ausgebreitet. Im Gegensatz zu früheren Erdzeitaltern treffen sie dort jetzt ständig auf die lästige Spezies Mensch, was zu einer Menge Verwicklungen führt. Die Stars der "Jurassic Park"-Reihe aus den 90er Jahren wie Jeff Goldblum, Laura Dern und Sam Neill treffen auf Chris Pratt und Bryce Dallas Howard aus der "Jurassic World"-Generation.

Nach "Jurassic Park" ist jetzt auch die "Jurassic World"-Trilogie abgeschlossen, und beim großen Finale ist auch die ursprüngliche Besetzung - zumindest auf menschlicher Seite - mit von der Partie. Neu ist vor allem, dass sich die Dinos nun über die ganze Welt ausgebreitet haben - Konflikte vorprogrammiert. Ab dem heutigen Mittwoch im Kino.

Jurassic World: Ein neues Zeitalter - Kurzinhalt zum Film

Für alle, die nicht so im Stoff sind: Insgesamt gibt es sechs Filme, die in zwei Trilogien unterteilt sind. Erst gab es die "Jurassic Park"-Reihe von 1993 bis 2001, gefolgt von "Jurassic World" von 2015 bis 2022. Der Film, der jetzt am Mittwoch (8. Juni) angelaufen ist, schließt diese zweite Trilogie ab. Titel: "Jurassic World: Ein neues Zeitalter".

Was daran neu ist, erklärt Regisseur Colin Trevorrow der dpa: "Die ersten fünf Filme spielten alle auf einer Insel." Das hört sich erstmal banal an, aber das war im Grunde die tragende Idee: Ein begrenzter Raum voller Gefahren, aus dem es kein Entkommen gibt. Jetzt aber ist alles anders, denn am Ende des vorigen Films sind die Dinos in die Freiheit entfleucht. Seitdem haben sie sich über den gesamten Planeten ausgebreitet. Wie das innerhalb weniger Jahre geschehen sein soll, bleibt ein Geheimnis der Drehbuchautoren, aber Logik ist ja oft nicht gerade die stärkste Seite des Science-Fiction-Genres, dem man diese Filme wohl zurechnen muss.

Jedenfalls melden die Abendnachrichten jetzt fast täglich irgendwelche Zusammenstöße zwischen dem Homo sapiens und den gehörnten, gestachelten, vielzahnigen Rückkehrern aus früheren Erdzeitaltern. Achtung, Dinos auf der Autobahn! "Oh nein, nicht schon wieder", stöhnt ein Mitarbeiter des Amtes für gefährliche Tierarten. Manche Szenen haben durchaus etwas Parodistisches, etwa wenn Tierschützer in einen illegalen Zuchtbetrieb eindringen und dort "mittelalterliche Zustände" bei der Dinohaltung beklagen.

Durchzuspinnen, wie es wäre, wenn Dinosaurier und Menschen koexistieren würden, mag durchaus seinen Reiz haben. Als ob diese Story aber noch nicht fantastisch genug wäre, haben die Drehbuchautoren auch noch ein komplett geklontes Mädchen ohne Vater dazuerfunden und eine gewaltige Heuschreckeninvasion, die von einem mysteriösen Biotech-Unternehmen aus den italienischen Dolomiten ausgelöst worden ist. Das ist eindeutig zu viel des Guten.

Daneben gibt es das nunmehr allzu bekannte Katz-und-Maus-Spiel mit ausgehungerten Carnivoren, die von Film zu Film größer und bissiger werden müssen. Der einzige interessante Neuzugang ist diesmal eine gefiederte Urzeitechse. Federn überzeugend darzustellen, sei äußerst schwierig, sagt Regisseur Trevorrow, das hätte man vor ein paar Jahren noch gar nicht hingekriegt.

Jurassic World: Ein neues Zeitalter - Die Kritik

Richtig spannend ist der Film nicht, denn Hauptheld Owen Grady (Chris Pratt) hat als Dinoflüsterer quasi Superheldenkräfte und vermag die schlimmsten Bestien durch einfache Handzeichen auf Abstand zu halten. Der eigentliche Reiz besteht im Zusammentreffen des "Jurassic-Park"-Ensembles der 90er Jahre und der "Jurassic-World"-Crew des 21. Jahrhunderts. Hier ergibt sich die Möglichkeit für Insider-Witzchen und Anspielungen, wovon reichlich Gebrauch gemacht wird.

Sehr schön zum Beispiel die Szene, in der Sam Neill als Paläontologe Dr. Alan Grant Sam Neill in seinem Forscherzelt von Ellie Sattler (Laura Dern) aufgesucht wird und sie ihn mit den Worten begrüßt: "Du hast dich gar nicht verändert!" Wobei jeder sehen kann, dass er schwer alt geworden ist - wie sollte es auch anders sein nach fast 30 Jahren? An einer anderen Stelle wird der von Jeff Goldblum verkörperte Mathematiker und Chaostheoretiker Dr. Ian Malcolm gefragt, ob er "Jurassic World" gemocht habe. Antwort: Nö, er gehöre zu dem anderen Team. Es sind die zweibeinigen Veteranen der nach Kinomaßstäben geradezu vorzeitlichen "Jurassic Park"- Reihe, die diesen Film retten.

Vermutet werden darf, dass das Ganze wieder ein großer Kassenerfolg wird. Und das dürfte wiederum garantieren, dass die Leinwandsaurier vorläufig noch nicht aussterben werden. "Jurassic World" ist zu Ende, aber die nächste Trilogie kommt bestimmt.

(APA/Red)

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