Jugendliche sollen Kongressbad-Brand gelegt haben

Eine Gruppe alkoholisierter Jugendlicher könnte hinter der Brandstiftung im Wiener Kongressbad stecken. In der Nacht auf Sonntag fackelten Unbekannte den etwa 150 Quadratmeter großen Umkleidebereich ab und verursachten knapp 100.000 Euro Sachschaden.

Zeugen hätten berichtet, dass sich rund um den Tatzeitraum mehrere Jugendliche dort aufgehalten hätten, so ein Ermittler zur APA. Ob diese wirklich etwas mit den Brand zu tun hätte, stehe allerdings noch nicht fest, erklärte der Polizist. Treffen von Burschen und Mädchen seien an diesem Ort nichts Ungewöhnliches. Generell gehe man bei den Brandstiftern allerdings von einer kleinen Gruppe und nicht von einem Einzeltäter aus.

Ein klar erkennbares Motiv gebe es nicht, es dürfte sich um einen reinen Vandalenakt handeln, betonte der Ermittler. Dahinter stecke allerdings eine überlegte Tat und keine spontane Handlung, dafür spreche die Vorgehensweise. Alles in allem gehe man von einer “Blödheit im alkoholisierten Zustand” aus. So wurden frische Bierdosen und noch ungezündete Knallkörper am Tatort gefunden. Davon erhoffen sich die Ermittler DNA-Spuren und Fingerabdrücke.

In Brand gesetzt wurde das Kongressbad laut den bisherigen Ermittlungen mit Zeitungspapier und Schwarzpulver aus Knallkörpern. Passanten bemerkten das Feuer gegen 2.00 Uhr. Der Auftakt zur Badesaison am 2. Mai ist nicht gefährdet.

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