Jugendfreund Mladics im Visier der Polizei

In Serbien hat heute, Freitag, eine Polizeifahndungsaktion gegen einen mutmaßlichen Helfer des Haager Angeklagten Ratko Mladic stattgefunden.

Dies bestätigte der serbische Arbeitsminister Rasim Ljajic, der in der Regierung für die Zusammenarbeit mit dem UNO-Tribunal für Kriegsverbrechen im ehemaligen Jugoslawien in Den Haag zuständig ist.

Eine Polizeieinheit zur Terrorismusbekämpfung nahm kurz nach 10.00 Uhr die Durchsuchung des Familienhauses eines bosnischen Serben im zentralserbischen Arandjelovac vor. Medienberichten zufolge war sie kurz nach Mittag noch im Gange. Der Hausbesitzer Ljubinko Zlatic war jahrelang in Deutschland als Gastarbeiter tätig. Es handelt sich um einen Jugendfreund Mladics. Sie sind gemeinsam zur Schule gegangen. Im Haus soll sich auch seine Gattin befunden haben.

Vor dem Haus des bosnischen Serben im Stadtviertel Kolonija, wo vor allem bosnisch- und kroatisch-serbische Flüchtlinge leben, versammelten sich unterdessen laut Medienberichten Anhänger Mladics. Die Polizei hinderte sowohl sie als auch Journalisten daran, sich dem Haus auf mehr als 50 Meter anzunähern. Die Durchsuchung erfolgte auf Antrag der serbischen Sonderstaatsanwaltschaft für Kriegsverbrechen.

Der Chefankläger des Haager Kriegsverbrechentribunals, Serge Brammertz, soll dem UNO-Sicherheitsrat am Freitagnachmittag seinen Jahresbericht präsentieren. Belgrader Medien meldeten, dass darin die Zusammenarbeit der serbischen Behörden positiv bewertet würde. In den vergangenen Wochen hatten die serbischen Fahnder bereits eine Firma im zentralserbischen Valjevo, aber auch das Familienhaus Mladic’ in Belgrad durchsucht.

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