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Jüdischer Friedhof: Sobotka übergab sanierte Epstein-Grabstätte

Sobotka übergab sanierte Epstein-Grabstätte am Jüdischen Friedhof.
Sobotka übergab sanierte Epstein-Grabstätte am Jüdischen Friedhof. ©APA (Symbolbild)
Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka hat der Israelitischen Kultusgemeinde Wien (IKG) am Sonntag am Jüdischen Friedhof in Wien-Währing die restaurierte Grabstätte der Familie Epstein übergeben.

Bei einem Besuch auf dem Jüdischen Friedhof im Vorjahr hatte er im Namen des Parlaments - das die nötigen Mittel zur Verfügung stellte - die Verantwortung für die Sanierung und Pflege der Grabstätte übernommen.

Erhaltung des Jüdischen Friedhofs in Wien

"Den Friedhof als einzigartiges Denkmal des jüdischen Lebens in Wien zu erhalten, ist für mich ein wichtiges Zeichen für ein verantwortungsvolles und würdiges Gedenken", betonte Sobotka. Das einstige Wohn- und Geschäftshaus der Familie Epstein an der Wiener Ringstraße wird seit 2005 vom Parlament genutzt. Ariel Muzicant, Ehrenpräsident der Israelitischen Kultusgemeinde Wien, dankte Sobotka für seine Initiative.

Der Jüdische Friedhof Währing wurde 1784 eröffnet und diente bis 1879 als zentrale Begräbnisstätte der jüdischen Gemeinde in Wien. Auf dem Areal wurden über 8.000 Grabstätten identifiziert, etwa 30.000 Menschen sind auf dem Friedhof bestattet. Nach der Errichtung der israelitischen Abteilung am Wiener Zentralfriedhof wurde der Jüdische Friedhof Währing offiziell geschlossen. Während der NS-Zeit wurde der Friedhof enteignet und ein bedeutender Teil des Areals zerstört. Über 2.000 Gräber wurden vernichtet, die Gebeine von etwa 400 Verstorbenen ausgegraben.

Nach dem Krieg verfiel der Friedhof zunehmend, finanzielle Mittel zur Instandhaltung fehlten und die Israelitische Kultusgemeinde konnte sich den Erhalt nicht leisten. Seit Jahren wird das Areal unter finanzieller Beteiligung öffentlicher Stellen saniert. Der 2017 gegründete Verein "Rettet den Jüdischen Friedhof Währing" hat sich dem Ziel verschrieben, die Spuren der Zerstörung und der Vernachlässigung zu beseitigen. Mithilfe von Spenden und dem Engagement freiwilliger Helfer soll der Friedhof der Öffentlichkeit zugänglich gemacht und ein würdevolles Gedenken gewährleistet werden.

(APA/Red)

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