Jubel um langatmige "Verbrechen und Strafe"

Etliche Bravos und ein langer Applaus beendeten am Samstag, kurz vor 23 Uhr die erste Premiere der diesjährigen Salzburger Festspiele. Verbrechen und Strafe 

Andrea Breths eigene Fassung des Dostojewski-Romans “Schuld und Sühne”, die sie nach der von ihr verwendeten Übersetzung von Swetlana Geier “Verbrechen und Strafe” nannte, dauerte im Salzburger Landestheater beinahe fünf Stunden, zwei Pausen inklusive. Zu sehen war eine sehr düstere, sehr textlastige und streckenweise recht langatmige Inszenierung, die von hervorragenden Schauspielerleistungen getragen wurde.

Allen voran stellte Jens Harzer als undurchsichtiger Doppelmörder Raskolnikow unter Beweis, dass er zu Recht als einer der besten Schauspieler seiner Generation gehandelt wird. Udo Samel als Verdacht schöpfender Ermittlungsrichter brachte Krimi-Spannung in den Abend, aus dem übrigen Ensemble ragten Sven-Eric Bechtolf und Wolfgang Michael heraus. Die Inszenierung ist über weite Strecken von der traumbildhaften Ästhetik der Bühne Erich Wonders geprägt, die nur im Mittelteil realistischer wird.

Die Inszenierung wird bis 7. August noch neun Mal im Landestheater gezeigt. Am Sonntag folgen mit dem traditionellen “Jedermann” und “Don Giovanni” gleich zwei Festspiel-Premieren in Salzburg.

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