Jeremic erwartet diplomatische Kämpfe mit Kosovo

Der serbische Außenminister Vuk Jeremic erwartet bei der bevorstehenden Jahrestagung der UNO-Vollversammlung einen "großen diplomatischen Kampf" mit Vertretern des Kosovo.

Das berichtete am Montag die Belgrader Tageszeitung “Blic”. Laut früheren Ankündigungen in Pristina (Prishtina) wollen die kosovarischen Behörden die Jahrestagung erneut dazu nutzen, um für die Anerkennung des Kosovo, der im Februar 2008 einseitig seine Unabhängigkeit ausgerufen hat, intensiv zu werben.

Das jüngste Land Europas wurde bis dato von 62 Staaten anerkannt, darunter 22 EU-Mitgliedern inklusive Österreich und den USA. Belgrad seinerseits wird in New York wiederholt gegen neue Anerkennungen des Kosovo auftreten, solange ein beim Internationalen Gerichtshof (IGH) im Vorjahr beantragtes Rechtsgutachten zum Kosovo nicht vorliegt.

Vor dem IGH werden am 1. Dezember öffentliche Anhörungen im Zusammenhang mit der Vorbereitung des Rechtsgutachtens beginnen. Die Vereinten Nationen und ihre Mitgliedstaaten sowie die kosovarischen Behörden sollen den IGH bis zum morgigen Dienstag informieren, ob sie an der Anhörung teilnehmen wollen.

Am Verfahren zur Anfertigung des Rechtsgutachtens seitens des IGH nehmen gemäß früheren Medienberichten 36 Staaten teil, die im Frühjahr dem IGH ihre Standpunkte zum Kosovo schriftlich übermittelten. Darunter finden sich 21 Staaten, die den Kosovo anerkannt haben, sowie 15 Staaten, die das nicht getan haben. In der ersten Gruppe befinden sich unter anderem Österreich, die USA, Tschechien, Frankreich, die Schweiz und Albanien. Zur Gruppe der Staaten, die die Unabhängigkeit des Kosovo nicht anerkannt haben, gehören unter anderem China, Russland sowie Serbien.

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