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Jüdischer Sportverein im Prater

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Die Rückkehr des jüdischen Sportvereins Hakoah in den Wiener Prater: Montag wurde der Grundstein für die neue Sportanlage auf dem Grundstück gelegt, das im Jahr 1938 durch die Nationalsozialisten enteignet worden war.

Auch die Zwi Perez Chajes Schule der Israelitschen Kultusgemeinde (IKG) wird auf dem Grundstück im Bezirk Leopoldstadt entstehen.

Für die Adaption des Geländes und das Sportzentrum, das sich bereits seit einigen Monaten in Bau befindet, stehen von Bund und Stadt Wien rund sieben Mio. Euro zur Verfügung. Nicht gesichert ist nach wie vor die Finanzierung eines Hallenschwimmbades. Er sei zuversichtlich, dass die benötigten 2,25 Mio. Euro mit Hilfe von Sponsoren aufgebracht werden könnten, meinte Paul Haber, der Präsident des jüdischen Sportvereins Hakoah. Als Fundraiser betätigt sich diesbezüglich auch Schwimmstar Markus Rogan.

Nach Abbruch der bestehenden Baulichkeiten und Entsorgung von circa 60.000 Tonnen Bauschutt wird für das Zwi-Peres-Chajes-Schulzentrum ein insgesamt vier-geschossiger Neubau sowie für die Hakoah Sportanlage ein zwei-geschossiger Neubau einschließlich Außenanlagen wie Sport- Spiel, Grün- und Erschließungsflächen errichtet. Die Fertigstellung ist für Anfang 2008 geplant.

Das ZPC-Schulzentrum ist für 600 Kinder ausgelegt und soll aus Kindergarten, Volksschule und AHS bestehen. Untergebracht werden sollen aber etwa auch eine Synagoge und Bibliotheken. Die Hakoah Sport- und Freizeitanlage soll unter anderem eine Dreifach-Sporthalle samt Zuschauertribüne für circa 260 Personen sowie diverse Außenanlagen wie Tennisplätze, Leichtathletikeinrichtungen und eine Liegewiese aufweisen.

Größtes jüdisches Zentrum Europas

Zu den Grundsteinlegungen unter strengen Sicherheitsvorkehrungen waren unter anderem Innenministerin Liese Prokop (V), Wiens Finanzstadtrat Sepp Rieder (S) und der Bundessprecher der Grünen, Alexander Van der Bellen, erschienen. Mit dem Projekt entstehe das größte jüdische Zentrum in Europa, betonte Ariel Muzicant, Präsident der Israelitischen Kultusgemeinde (IKG): „Es gibt nichts Vergleichbares“.

Der Sportverein Hakoah war 1909 gegründet worden. Nach der „Arisierung“ mussten die Sportler ins Ausland fliehen, doch schon kurz nach Ende des NS-Terrors wurde der Hakoah in Wien neues Leben eingehaucht. Den Sportplatz bekam der Verein allerdings erst 2002 zurück. Grundlage war das „Washingtoner Abkommen“ zur Entschädigung für den Vermögensraub der Nazis.

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