Jahresabschlüsse und Budgets von Volksoper und Staatsoper

Auch Budget und Jahresabschluss der Staatsoper wurden genehmigt.
Auch Budget und Jahresabschluss der Staatsoper wurden genehmigt. ©APA
Am Mittwoch hat der Aufsichtsrat der Volksoper Wien das Budget der laufenden Saison sowie den Jahresabschluss zum 31. August 2013 genehmigt. Auch die Budgets und Abschlüsse der Staatsoper und der "Art for Art"-Theaterservice GmbH haben die Aufsichtsgremien in den vergangenen Tagen bereits passiert. Einziges Sorgenkind der Bundestheater bleibt das Burgtheater.

Im Verlauf der vierstündigen Sitzung des Burgtheater-Aufsichtsrats am Mittwoch konnten wie erwartet weder laufendes Budget und Rechnungsabschluss genehmigt noch überhaupt alle Tagesordnungspunkte abgearbeitet werden, sagte Bundestheater-Holding-Geschäftsführer Georg Springer nach dem Sitzungs-Marathon der APA.

Zum nächsten Aufsichtsrats-Termin am 10. Februar werde es zwar “mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit noch keinen Abschlussbericht” der laufenden externen Gebarungsprüfung geben, aber voraussichtlich eine relativ genaue Prognose der Prüfer, die zur Überprüfung jener Ungereimtheiten, die im November zur Entlassung von Vizedirektorin Silvia Stantejsky geführt haben, ins Haus geholt wurden.

Budget-Situation von Volksoper und Co.

Eine leichte Entspannung gab es in der prekären Budget-Situation: Nachdem die laufenden Budgets von Volksoper und Staatsoper ja auch durch die vom Bund entsandten Aufsichtsratsmitglieder genehmigt worden seien, rechne er im Geschäftsjahr 2013/14 mit einer – bereits einkalkulierten – erneuten Einmalzahlung von 4,5 Mio. Euro zuzüglich der Basisabgeltung des Bundes, sagte Springer.

Wenngleich dies nicht unwahrscheinlich mache, dass man auch in den Folgejahren damit rechnen dürfe, sei in den vergangenen Tagen klar geworden, dass in den Finanzjahren 2014 und 2015 mit keiner Anhebung der Basisabgeltung von derzeit 144,4 Millionen Euro zu rechnen sei. Dieser Situation seien sich auch die Geschäftsführer der Bühnengesellschaften sehr wohl bewusst, sodass es keiner extra Aufforderungen der Aufsichtsräte bedürfe, sich “zu wappnen für eine Zeit ohne Anhebung der Basisabgeltung”. Offen ist derzeit, welche Maßnahmen in diesem Zusammenhang notwendig werden.

Bericht zur Bundestheater-Holding

Den umfangreichen Rechnungshof-Rohbericht zur Bundestheater-Holding hat Springer am Dienstag zugestellt bekommen, aber noch nicht durcharbeiten können, weswegen er ihn ebenso wenig kommentieren möchte wie den jüngsten Schlagabtausch zwischen Burgtheater-Direktor Matthias Hartmann und seinem Vorgänger Nikolaus Bachler. “Ich habe eine Verbindlichkeit von 15,3 Millionen geerbt, als ich hier anfing”, hatte Hartmann in einem APA-Interview gesagt – wogegen sich Bachler in der Tageszeitung “Die Presse” heftig zur Wehr setzte. Es handle sich dabei um die letzte Saison Bachler, die gleichzeitig die Vorbereitungssaison Hartmann gewesen sei, so Springer, die jeweiligen Kosten auseinanderzudividieren sei kaum möglich. (APA)

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