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J. O. B.

Kärntner Musiker wollen jahrzehntelange Live-Erfahrung voll ausspielen - Song Contest-Teilnahme ist „ein Jugendtraum“.

„Tanzen werden wir sicher nicht“. Aber sonst wollen die Musiker von J. O. B. (für „John Otti Band“) ihre jahrzehntelange Live-Erfahrung bei der Song Contest-Vorausscheidung „song.null.drei“ voll ausspielen. Nicht zuletzt, weil Udo Jürgens „auch ein Kärntner“ ist, ist die Teilnahme am Grand Prix Eurovision de la Chanson für die drei Brüder Johannes, Werner und Jörg Otti sowie das vierte Bandmitglied Paul Lobnig „ein Jugendtraum“, wie Sänger Sänger Werner Otti im Gespräch mit der APA versichert. Den Weg nach Riga soll bei der Vorauswahl am 14. März in Wien der Song „All Fingers and Thumbs“ ebnen.

Auf einem Kärntner Bergbauernhof sind die drei Brüder aufgewachsen – und wurden Mitte der 80er Jahre nach einem Auftritt während der Energieferien in der Schweiz gleich nach Kanada engagiert. „Zuerst haben wir geglaubt, es ist ein Scherz. Aber es war echt, der Typ ist am nächsten Tag wirklich wieder gekommen und hat uns einen Vertrag angeboten“. Es folgten zehn Jahre hauptsächlich im Ausland, wo die drei Brüder, die sich noch Paul Lobnig als Verstärkung holten, u. a. ein halbes Jahr bei der Weltausstellung in New Orleans 1984 sowie in Norditalien und der Schweiz spielten. Die bei den eigenen Auftritten dargebotenen Cover-Versionen wurden im Laufe der Zeit immer mehr mit eigenen Songs gemischt, die Otti-Nummer „La Ola Ole“ wurde wiederum von einigen anderen Bands gecovert.

Ab 1989 konzentrierten sich die Musiker, nun unter dem Namen John Otti Band, auf Österreich – und können mittlerweile auf 200.000 Konzertbesucher pro Jahr verweisen. Muss das, nach einem eventuellen Sieg bei „song.null.drei“ und dem folgenden Auftritt in Riga, in den Presseunterlagen bald auf “1,000.200.000“ ausgebessert werden? „Das wäre schon was“, lacht Werner Otti.

Der „absolut trendige“ und ziemlich rockige „song.null.drei“-Song „All Fingers and Thumbs“ behandelt ein – für die Ottis – autobiografisches Thema: „Dass manchen Leuten alles in den Schoß fällt, und andere müssen sich jeden kleinen Schritt hart erarbeiten“. Für J. O. B. eine nicht einfache Erfahrung: „Wie viele Jahre wir schon unterwegs sind – und was auf der anderen Seite durch Medien möglich ist, dass Leute, die niemand kennt, von heute auf morgen ganz oben sind“. Die Medienarbeit sei in all den Jahren „total vernachlässigt“ worden, so der Sänger selbstkritisch – und „song.null.drei“ eine „Superchance“, die Medienpräsenz nach oben zu schrauben. „Wir werden fälschlicherweise als eine Zeltfestband abgetan“. Pünktlich zum TV-Auftritt erscheint die neue CD „The Party’s going on“.

An einen Sieg bei „song.null.drei“ traut sich der Sänger – trotz Unterstützung durch Gary Lux, der Backing Vocals singen wird – „noch gar nicht denken. Dabei, wie das Publikum entscheidet, spielt sehr viel Verschiedenes mit“. Dank „Starmania“ würden „sehr viele Jüngere zuschauen – für uns und unseren Song ein Vorteil, obwohl wir selbst schon älter – alle so um die 35 – sind“, glaubt Otti. Die „patriotischen“ und „sehr gläubigen“ J. O. B.-Musiker, die auch während ihrer Jahre im Ausland „heimatverbunden“ waren und „immer einen rot-weiß-roten Touch“ hatten, wären „stolz darauf, musikalische Botschafter für Österreich zu sein“.

Aber egal wie die Ausscheidung für J. O. B. verläuft, der 14. März wird auf jeden Fall ein guter Tag für zumindest einen Otti. Denn „genau an dem Tag ist der Geburtstermin für unser erstes Kind“, freut sich Werner Otti. Es wird ein Sohn.

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