Italien: 3G-Regel am Arbeitsplatz tritt in Kraft

Der Corona-Pass für die ganze Arbeitswelt tritt in Italien in Kraft.
Der Corona-Pass für die ganze Arbeitswelt tritt in Italien in Kraft. ©APA/AFP/MARCO BERTORELLO
Ab heute muss jeder Beschäftigte in Italien nachweisen, geimpft, genesen oder negativ getestet zu sein, egal ob in der Privatwirtschaft oder im öffentlichen Bereich.

Nur mit einem 3G-Nachweis bekommt man ab Freitag einen sogenannten "Grünen Pass" in Italien. Ohne diesen Pass darf niemand mehr seinen Arbeitsplatz - etwa in Büros, Fabriken, Geschäften oder öffentlichen Einrichtungen - betreten.

Von der Maßnahme sind 23 Millionen Beschäftigte in Italien betroffen. Die Regierung von Ministerpräsident Mario Draghi hatte das Dekret vor Wochen beschlossen, um mehr Menschen zur Impfung zu bewegen. Rund 85 Prozent der Italiener ab zwölf Jahren sind mindestens einmal geimpft.

Demonstrationen gegen Corona-Pass für Arbeitswelt geplant

Gegen den Beschluss gibt es heftigen Widerstand. Gewerkschaftler und Politiker kritisieren die Maßnahme. In Triest drohen die Arbeiter mit einer Blockade des wichtigen Hafens; im Güterverkehr wird Chaos befürchtet, weil viele Fernfahrer vor allem aus dem Ausland kein notwendiges Corona-Zertifikat haben. In vielen Städten sind am Freitag Proteste geplant, unter anderem in Rom. Dort gab es erst am vorigen Samstag bei einer Demonstration schwere Krawalle.

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(APA/Red)

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