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IT-Jobmarkt schrumpft

Der Nachfrage nach IT-Fachkräften in Österreich ist im zweiten Quartal 2002 weiter zurückgegangen. Die Zahl der Job-Angebote ist um fast ein Fünftel geschrumpft.

Wie aus einer Analyse der Stellenangebote in den Tageszeitung „Kurier“, „Standard“ und „Presse“ hervorgeht, ist die Zahl der Job-Angebote im Zeitraum April bis Juni 2002 im Vergleich zum Vorquartal (Jänner bis März 2002) mit nur noch 417 Inseraten um fast ein Fünftel geschrumpft. Noch deutlicher wird die Entwicklung im Jahresvergleich. Gegegenüber dem zweiten Quartal 2001 hat sich die Zahl der Jobangebote im abgelaufenen Jahresviertel um 59 Prozent mehr als halbiert.

Schon im ersten Jahresviertel hatte es auf Quartalsbasis bereits 7 Prozent weniger IT-Jobangebote gegeben, im Jahresabstand betrug der Rückgang damals sogar 65 Prozent. Die gebotenen Gehälter liegen mittlerweile um bis zu 20 Prozent unter jenen der vergangenen Jahre, so die Untersuchung, erstellt vom Wiener Personalberater Robert Fitzthum.

Die Situation am Markt lasse vorerst kaum einen Hoffnungsschimmer aufkommen. „Die Unternehmen haben mittlerweile vieles in der Pipeline, aber angesichts der unsicheren Marktsituation wird von Mal zu Mal verschoben“, so Fitzthum. Eine Erholung am Markt erwartet der Personalberater erst 2003.

Am stärksten unter Druck stehen laut Personalberater nach wie vor die technischen Qualifikationen. Die ehemals nachfragestärkste Kategorie der Programmierer und Entwickler haben besonders kräftig verloren: 88 Angebote im zweiten Quartal bedeuteten ein minus von 32 Prozent allein gegenüber dem Vorquartal. Deutlich weniger gefragt sind mittlerweile auch Netzwerkspezialisten (32 Angebote, minus 43 Prozent) und Systemoperatoren (29 Angebote, minus 40 Prozent).

Am meisten gesucht werden derzeit Vertriebsspezialisten mit 107 Angeboten im zweiten Quartal. Hier blieb die Nachfrager konstant. Gestiegen ist der Bedarf nach Datenbankenspezialisten (24 Angebote, plus 41 Prozent) und SAP-Fachleuten (46 Angebote, plus 15 Prozent).

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