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Islamisches Zentrum will Frieden

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Das islamische Zentrum im Wiener Bezirk Brigittenau, dessen Ausbaupläne vergangene Woche zu einem großen Protestmarsch führten, bemüht sich, die Wogen zu glätten.

„Die Gespräche werden von unserer Seite weitergeführt“, betonte Nihat Koca vom Trägerverein Atib im APA-Gespräch. So werde man sich bei der vereinbarten Mediation mit den Anrainern offen in Richtung weiterer Bauplanänderung zeigen: „Wenn Sachen kommen, die vernünftig sind, können wir das diskutieren.“

Bereits vor den Protesten am Donnerstag habe man auf Wunsch der Anrainer entschieden, den Innenhof des Geländes zwecks Lärmschutz zu überdachen. Um Befürchtungen in puncto Parkplatznot zu begegnen, sei eine Tiefgarage vorgesehen. „Wir möchten gemeinsam mit den Anrainern planen, schließlich werden wird dort auch zusammen leben“, so Koca.

Allerdings sei die Angabe nicht zutreffend, dass das Zentrum bereits jetzt 750 Personen fasse und nun auf 1.000 Menschen ausgelegt werde. „Zur Zeit kommen unter der Woche maximal täglich 50, am Wochenende bis zu 70 Personen. Beim Freitagsgebet sind es maximal 400“, berichtete Koca. Und die Veranstaltungsräume sollten auch nach dem Umbau nicht mehr als höchsten 400 Menschen aufnehmen können.

Dementsprechend überrascht zeigt sich der Vereinsvertreter von der geballten Ablehnung durch eine Bürgerinitiative. Diese ist mit dem Slogan „Moschee ade“ unter anderem mit Unterstützung der FPÖ gegen die Baupläne aktiv. „Es ist im Endeffekt ja kein Moscheebau“, so Koca. Man sei offiziell ein Kulturverein.

Beim Umbau der Anlage blieben die Gebetsräume unangetastet. Das einstöckige Gebäude soll dagegen um drei Stockwerke auf 18 Meter erhöht werden. Dort seien Büros, drei Wohnungen und ein Kindergarten geplant. „Was wir dort bauen, sieht genau wie ein Wohnhaus aus“, unterstrich Koca. Nach der letzten Bauverhandlung könne man vielleicht schon Anfang 2008 mit dem Bau beginnen.

Die Proteste dagegen hätten sich bisher vor allem auf den Donnerstag konzentriert, als 700 Demonstranten durch den Bezirk zogen: „Wir sind froh, dass es nicht noch mehr geworden sind.“ Es hätten sich aber auch viele Anrainer gemeldet und sich für die Vereinnahmung durch die FPÖ entschuldigt. „Drohanrufe haben wir überhaupt keine bekommen“, berichtete Koca.

Um etwaige Ängste abzubauen, plane man in naher Zukunft „aufklärende Tage“ mit Veranstaltungen. „So können uns die Leute einfach mal kennenlernen“, meinte der Atib-Vorstand. In der Dammstraße ist sein Verein bereits seit 1997 ansässig, als man einen ehemaligen Werkzeuggroßhandel erwarb und zum Versammlungssaal umbaute.

Die 1990 gegründete Atib (türkisch-islamische Union für kulturelle und soziale Zusammenarbeit) ist der Dachverband von 59 Mitgliedsvereinen, davon fünf in Wien, mit insgesamt 75.000 Mitgliedern. Man adressiert in Österreich sesshafte Türkischstämmige, die sich dem Islam zugehörig fühlen.

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