Irrtümlich Freund angeschossen: Sechs Monate für Pensionist

Ein 78-jähriger Pensionist, der im Sommer im Bezirk Vöcklabruck einen Freund für einen Einbrecher gehalten und angeschossen hatte, ist am Mittwoch im Landesgericht Wels zu sechs Monaten bedingt verurteilt worden.

Er fasste zudem eine Geldstrafe von 360 Euro aus. Das Urteil wegen schwerer Körperverletzung ist rechtskräftig. Der Mann hat vorher bereits 1.000 Euro Schmerzensgeld gezahlt.

Am Abend des 25. August hielt der Pensionist einen 46-jährigen Freund für einen Einbrecher: Dieser war gegen 21.30 Uhr mit vier anderen zum Haus des Angeklagten gekommen und wollte im Dunkeln ein Transparent als Geburtstagsüberraschung für dessen Frau anbringen. Das Ehepaar hörte die heimlichen Gäste aber. Die Pensionistin sah sogar Personen davonlaufen, dürfte aber niemanden erkannt haben.

Ihr Mann holte sein Kleinkalibergewehr aus dem Schlafzimmer und schoss damit in Richtung der Gruppe. Das Projektil traf den 46-Jährigen am linken Unterschenkel. Der Pensionist legte sich anschließend schlafen – im Glauben, dass er Einbrecher verscheucht hatte. Er habe gar nicht damit gerechnet, dass er jemand treffen und verletzen würde, erklärte er später. Das Schussopfer musste im Krankenhaus behandelt werden.

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