Irlandkrise - Nowotny: "Währungsunion ist nicht gefährdet"

"Es gibt Probleme einzelner Staaten, die Währungsunion ist dadurch aber nicht gefährdet", sagte OeNB-Chef und EZB-Ratsmitglied Ewald Nowotny im Bezug auf die Irlandkrise.
Die Irland-Kredite seien mit sehr strengen Auflagen versehen. Es entspreche vom Charakter einem Währungsfondsprogrammen mit Beteiligung der Kommission und der EZB. “Die Kredite sind keine Verletzung des No-Bail-Out-Prinzips”, weil nicht eine direkte Staatsfinanzierung unternommen werde, sagte der EZB-Rat.

Wien. “In Irland ist es vor allem ein Bankenproblem, durch überbordende Spekulationen, auch angereizt durch ein nicht sehr sinnvolles Steuersystem”, so Nowotny. Dies habe in Irland dazugeführt, dass Banken massiv schlechte Kredite vergeben haben und dass muss jetzt saniert werden. Er sehe dann “für Irland eine durchaus positive Perspektive”.

Ein Exempel werde mit der Irland-Hilfe aber “sicher nicht statuiert”. Wichtig sei, dass es zu “keinen Ansteckungseffekten kommt”, welche nicht ökonomisch sondern psychologisch begründet sind. “Psychologie und Hysterie sind für Finanzmärkte auch eine relevante Kategorie”, so Nowotny.

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