Irland-Krise - BZÖ-Bucher: EU-Finanzhilfe wird zu Fass ohne Boden

"Die Inanspruchnahme der Haftungen durch Irland in der Höhe von rund 100 Milliarden Euro bestätigt die Befürchtungen des BZÖ, dass nach der Griechenland-Hilfe immer mehr Länder kommen und um finanzielle Unterstützung bei den anderen EU-Mitgliedstaaten anklopfen.
Nach den Pleite-Griechen und Irland werden jetzt weitere Länder wie Portugal und Spanien, die ebenfalls ihren Staatshaushalt nicht im Griff haben, um Hilfe betteln. ÖVP-Finanzminister Pröll hat diese Warnungen immer ignoriert und ist dafür verantwortlich, dass österreichisches Steuergeld in ein Fass ohne Boden fließt. Während beispielsweise den Familien, den Pflegebedürftigen und den Pendlern durch Leistungskürzungen und Steuererhöhungen das Geld aus der Tasche gezogen wird, wird das österreichische Geld den EU-Pleitestaaten nachgeworfen”, kritisierte heute BZÖ-Bündnisobmann Klubobmann Josef Bucher, der in diesem Zusammenhang darauf verwies, dass es sich bei der Irland-Hilfe in Wahrheit wiederum um ein Banken-Rettungspaket handelt.

Wien. Bucher befürchtet, dass dieser Euro-Trip nicht mehr in den Griff zu bekommen ist. “Wir benötigen endlich ein substantielles Gesamtkonzept für finanzmarode Staaten, anstatt zuzuwarten, bis sich ein Land nach dem anderen um Finanzhilfe anstellt.”

Der BZÖ-Chef forderte in diesem Zusammenhang, dass die finanzschwachen EU-Länder aus der Währungsunion austreten und mit einer eigenen “Euro-Light” Währung den Gesundungsprozess antreten sollen. “Es darf nicht sein, dass Länder wie Deutschland und Österreich, welche die Stabilitätskriterien erfüllen, im Sog mit nach untern gezogen werden”, so Bucher.

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