Ioan Holender ging mit "Parsifal"

Holender legte den goldenen Schlüssel artig zurück
Holender legte den goldenen Schlüssel artig zurück ©APA (Neubauer)
Der Vorhang ist gefallen: Mit einer umjubelten Aufführung von Richard Wagners "Parsifal" verabschiedete sich Staatsoperndirektor Ioan Holender Mittwochabend endgültig vom Haus am Ring.
Holender verabschiedet sich

Sein Nachfolger Dominique Meyer konnte zur Schlüsselübergabe allerdings nicht anwesend sein – er verabschiede sich gerade von seinem Publikum am Theatre des Champs-Elysees in Paris, berichete Holender.

Prominent besetzt war der Abend allemal, Placido Domingo gab überraschend den Parsifal gegen Ende der Oper. “Ich bin froh, dass ich alles heil überstanden habe und mich alle heil überstanden haben”, dankte Holender Publikum und Mitarbeitern. Von Nachfolger Meyer verlas er etwas launig eine Grußbotschaft. “Ich freue mich sehr darauf, dieses einzigartige Haus gemeinsam mit (Generalmusikdirektor, Anm.) Franz Welser-Möst zu übernehmen”, stand darin. Holender werde zudem immer einen Platz in der Direktorenloge haben, lautete das großzügige Angebot, das der scheidende Direktor eher skeptisch betrachtete: “Wo sitzt er dann?”

Holenders Leidenschaft und Liebe zu den Künstlern würdigte Kulturministerin Schmied, die ebenfalls nach der Vorstellung die Opernbühne betrat. “Am Theater kann nur einer König sein”, zitierte sie Wieland Wagner, dem Holender entgegnete, er habe seine Direktion gemeinsam mit dem mittlerweile verstorbenen Eberhard Waechter begonnen. Nun habe man mit jenem Stück abgeschlossen, mit dem man damals die Saison begonnen habe.

Die künstlerische Überraschung des Abends war der Auftritt Domingos am Ende der Oper. Die eigentliche Schwerarbeit als Parsifal leistete allerdings Stephen Gould, den meisten Jubel wiederum heimsten Waltraud Meier – auch sie war bei der Antrittsvorstellung Holenders mit von der Partie – als Kundry, Thomas Hampson als Amfortas und Matti Salminen als Gurnemanz ein.

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