Inzidenz im Bezirk Melk über 500: Ausreisekontrollen möglich

Im Bezirk Melk könnten schon bald Ausreisekontrollen in Kraft treten.
Im Bezirk Melk könnten schon bald Ausreisekontrollen in Kraft treten. ©APA/BARBARA GINDL
Nicht zuletzt aufgrund steigender Corona-Zahlen sind im Bezirk Melk baldige Ausreisekontrollen möglich. Auch der Bezirk Scheibbs wird derzeit stark von Covid-19 gebeutelt.

Die Sieben-Tages-Inzidenz pro 100.000 Einwohner betrug am Mittwoch laut dem Dashboard der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) 565,9 und lag damit bereits zum dritten Mal in Serie über der Marke von 500.

Ausreisekontrollen im Bezirk Melk möglich

Grundsätzlich möglich sind die Ausreisekontrollen auf Grundlage des Hochrisikogebiets-Erlasses des Gesundheitsministeriums, weil der Wert der mit Covid-Patienten belegten Intensivbetten in Niederösterreich laut AGES-Dashboard zwölf Prozent und damit mehr als die vorgegebenen zehn Prozent beträgt. Bei der aktuellen Impfquote (59,7 Prozent gemäß dem Dashboard von Notruf NÖ) kommen die Kontrollen im Bezirk Melk, wenn die über sieben aufeinanderfolgende Tage gemittelte Sieben-Tages-Inzidenz pro 100.000 Einwohner die Marke von 500 überschreitet. Auf Landesebene wäre dann eine Verordnung zu erlassen, die die Ausreise aus der Region - bei festgeschriebenen Ausnahmen - nur mit gültigem 3G-Nachweis erlaubt.

Im Büro von Gesundheitslandesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig (SPÖ) werden die Zahlen genau beobachtet. Hinsichtlich möglicher Maßnahmen wurde auf eine Lagebesprechung verwiesen, die am (morgigen) Donnerstag stattfinden wird.

Hohe Sieben-Tages-Inzidenz auch im Bezirk Scheibbs

Ein Szenario wie im Bezirk Melk könnte auch dem Bezirk Scheibbs blühen. Dort lag die Sieben-Tages-Inzidenz am Mittwoch mit 529,3 zum zweiten Mal nacheinander über dem Wert von 500. Der Bezirk Scheibbs war bereits in der ersten Jahreshälfte mit Ausreisekontrollen belegt worden. Ebenso betroffen waren in Niederösterreich im Zeitraum von Mitte März bis Ende April die Statutarstadt Wiener Neustadt sowie die Bezirke Wiener Neustadt-Land und Neunkirchen.

Größter Corona-Cluster weiterhin in Traiskirchen

In Bezug auf Cluster wurden am Mittwoch erneut in der Erstaufnahmestelle Traiskirchen mit 45 (minus eins) die meisten Infektionen gemeldet, in der Asylbetreuungsstelle Schwechat (Bezirk Bruck an der Leitha) waren es unverändert 17.

In Verbindung mit einem Pflegeheim im Bezirk Bruck an der Leitha wurden 36 Erkrankte registriert, um zwei mehr als am Vortag. Nach Busreisen wurden im Bezirk Horn unverändert 37 bzw. elf Infektionen (minus drei) verzeichnet, im Bezirk Melk nach wie vor 25. Im Bezirk Amstetten wurden nach einer derartigen Tour 23 positive Tests gemeldet, einer weniger als am Vortag. Je fünf Fälle weniger wurden in Verbindung mit Reisegruppen in den Bezirken Waidhofen an der Thaya (elf) und Korneuburg (acht) gemeldet.

Die Erkrankungen nach einer Veranstaltung im Bezirk Amstetten sind um sieben auf 27 gesunken. Die Zahl der Infektionen bei einem Automobilzulieferer im Bezirk Scheibbs ist um eine auf insgesamt 20 gestiegen.

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(APA/Red)

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