Intensivstationen in Wien: 85 Prozent nicht vollständig geimpft

Die Patienten auf Wiens Intensivstationen sind zum größten Teil ungeimpft.
Die Patienten auf Wiens Intensivstationen sind zum größten Teil ungeimpft. ©APA
Neue Zahlen aus Wiens Spitälern zeigen: Die große Mehrheit der Covid-Patienten auf Normal- und Intensivstationen ist nicht vollständig geimpft. Der Infektionsdruck liegt deutlich stärker auf ungeimpfte Personen.

Von 76 Corona-Patienten auf den Wiener Intensivstationen waren mit Stand 20. Oktober 85,5 Prozent nicht vollständig geimpft. Das gab Mario Dujakovi´c, Sprecher des Wiener Gesundheitsstadtrats Peter Hacker, am Freitagnachmittag auf Twitter bekannt. Bei den 196 Covid-Patienten auf den Normalstationen lag die Impfrate bei 25,6 Prozent.

50- bis 59-Jährigen am stärksten betroffen

Bei der Altersverteilung der Patienten auf den Intensivstationen ist die Gruppe der 50- bis 59-Jährigen am stärksten betroffen. Sie machen 37 Prozent der Intensiv-Fälle aus. 24 Prozent sind unter 50, 28 Prozent sind zwischen 60 und 70 Jahre alt. Bei den 70- bis 79-Jährigen beträgt die Rate 11 Prozent. Ältere werden im Moment gar nicht auf Intensivstationen behandelt.

Die Sieben-Tage-Inzidenz in Wien lag in der letzten Woche unter den vollständig Geimpften bei 45, unter Nicht-Vollständig-Geimpfte lag die Inzidenz bei 313.

Von den 5.371 am letzten Montag gemeldeten aktiven Fällen sind waren 73 Prozent ungeimpft - 6 Prozent teilgeimpft und 21 Prozent vollständig geimpft.

"Wären alle geimpft, hätten wir 90% weniger Intensivpatienten"

Dujakovi´c appelliert dabei, die angebotenen Booster-Impfungen wahrzunehmen: "Die Auffrischung ist zentral, um Ältere aus den Spitälern draußen zu halten, damit sie nicht um ihr eigenes Leben kämpfen. Andersrum: Wären alle geimpft, hätten wir 90% weniger COVID-IntensivpatientInnen und alle OPs könnten uneingeschränkt stattfinden."

(red)

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