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Intelligenz zeigt sich an der Hirnaktivität

Messbare Unterschiede bei mittelschweren Aufgaben.
Messbare Unterschiede bei mittelschweren Aufgaben. ©Fabio Bergamin / ETH Zürich
Dass ein intelligenter Mensch sein Gehirn weniger anstrengen muss, um eine Aufgabe zu lösen, als ein "Dummer", gilt als Binsenwahrheit. Wissenschafter an der ETH Zürich haben nun die Hirnaktivitäten von "Klugen" und "noch Klügeren" gemessen. Sie erkannten klare Unterschiede.

Die Experten unter der Leitung von Elsbeth Stern, Professorin für empirische Lehr- und Lernforschung, maßen bei mehr als 80 Studenten per Hirnstrommessung (EEG) die Hirnaktivitäten, während sie unterschiedlich schwierige Aufgaben lösten. Weder bei den leichten noch bei den sehr schwierigen Aufgaben zeigten sich erkennbare Unterschiede der Hirnaktivität, wie die ETH Zürich am Montag mitteilte. Dagegen war dies der Fall bei den mittelschweren Aufgaben.

Bei dem Test ging es um die Hypothese der “neutralen Effizienz”, wonach eine intelligente Person ihr Gehirn weniger aktivieren müsse als eine weniger intelligente, um eine Aufgabe zu lösen, die beiden gleichermaßen vertraut ist. Dies sei eine anerkannte Tatsache, hieß es.

Überdurchschnittlich intelligente Menschen getestet

Bisher wurden jeweils deutlich verschieden intelligente Menschen getestet. Nun wurde die Hypothese erstmals an Menschen belegt, die alle – in unterschiedlichem Grad – überdurchschnittlich intelligent sind. Für die Auswertung wurden die Teilnehmenden anhand von herkömmlichen IQ-Tests in zwei Gruppen eingeteilt: leicht beziehungsweise stark überdurchschnittlich intelligent.

Messbare Unterschiede bei mittelschweren Aufgaben

Die sehr leichten Aufgaben lösten die Teilnehmenden beider Gruppen locker. Sie waren für sie kinderleicht. Für die sehr schwierigen wiederum mussten sich alle anstrengen. Messbare Unterschiede zeigten sich dagegen bei den mittelschweren Aufgaben, so die Mitteilung: Zwar hätten alle Probanden sie gleich gut gelöst. Die sehr intelligenten mussten aber weniger Ressourcen einsetzen.

Allerdings sind ein EEG und andere Hirnmessungen nicht präzise genug, um die Intelligenz eines Menschen festzustellen. Dafür “muss ich einen klassischen Intelligenztest machen”, wurde die Wissenschafterin zitiert. Die Studie diente der Grundlagenforschung, um zu untersuchen, auf welche Weise sich Intelligenzunterschiede im Gehirn abbilden.

(APA)

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