Innerhofer im Bormio-Training voran, Reichelt 7.

In Abwesenheit seines verletzten Landsmannes Dominik Paris ist der Südtiroler Christof Innerhofer am Freitag im ersten Training für die Weltcup-Abfahrt der alpinen Ski-Herren in Bormio der Schnellste gewesen. Der Super-G-Weltmeister von 2011 bewältigte die "Stelvio" in 1:53,93 Minuten. Der Salzburger Hannes Reichelt fuhr als bester Österreicher auf Rang sieben.


Innerhofer verwies den überraschend starken Ex-Weltmeister Bode Miller um 0,20 Sekunden auf Platz zwei. Miller hatte sich im Dezember mit Platz zwei im Riesentorlauf von Beaver Creek in der Weltcup-Elite zurückgemeldet. In Bormio holte der mittlerweile 36-jährige US-Amerikaner bereits 2005 WM-Gold in Abfahrt und Super-G. Trainingsdritter wurde der im Gesamtweltcup führende Norweger Aksel Lund Svindal.

Die Österreicher, schon zuletzt beim Klassiker in Gröden ohne Top-Ten-Platz, lagen über eine halbe Sekunde hinter der Spitze. Reichelt, in Beaver Creek nur von Svindal besiegt, war mit 0,52 Sekunden Rückstand der beste. Der Salzburger platzierte sich unmittelbar hinter Gröden-Sieger Erik Guay aus Kanada.

Der Steirer Klaus Kröll, in der ersten Saisonabfahrt in Lake Louise Zweiter, kam auf der anspruchsvollen Strecke nicht über Rang zwölf hinaus (+0,78 Sek.). Dahinter folgten Georg Streitberger als 14. (+1,16) und Romed Baumann als 18. (+1,42). Youngster Otmar Striedinger (21.) sowie Joachim Puchner (23.) und Florian Scheiber (24.) verloren jeweils fast zwei Sekunden auf Innerhofer.

Vorjahressieger Paris muss das Rennen wegen eines Muskelrisses im Unterschenkel verletzungsbedingt auslassen. Das italienische Team präsentierte sich im Training aber auch ohne den 24-Jährigen geschlossen stark. Neben Innerhofer fuhren auch Peter Fill, Silvano Varettoni (beide ex aequo 4.) und Werner Heel (9.) in die Top Ten.

Sollten sich die Österreicher nicht stark verbessern, droht das erste Kalenderjahr ohne rot-weiß-roten Sieg in einer Speed-Disziplin seit 1987.

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