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Industrie zeigt gedämpften Optimismus

Das geht aus der aktuellen Konjunkturumfrage der Industriellenvereinigung (IV) und der Sparte Industrie der Wirtschaftskammer (WK) für das zweite Quartal hervor, die heute, Freitag, vor Journalisten präsentiert wurde. An der Umfrage über das zweite Quartal 2004 haben sich 48 Unternehmen mit rund 19.000 Beschäftigten beteiligt. Sorgen bereitet den Betrieben vor allem die fallende Ertragssituation. Im Sinne der Wettbewerbsfähigkeit forderte IV-Präsident Fritz Zumtobel mehr Flexibilität.<p> 
 
Die Ergebnisse der Konjunkturumfrage bestätigten „unseren Optimismus, aber auch unsere Wachsamkeit und Nachdenklichkeit“, zog Zumtobel Bilanz. Zwar seien Auftragsbestände, Auslandsaufträge und Produktionstätigkeit auf hohem Niveau stabil und möglicherweise sei mit steigenden Verkaufspreisen zu rechnen. Auf Grund der Kostenschübe der vergangenen Jahre werde die künftige Ertragssituation aber eher als schlecht angesehen. An Politik und Sozialpartner richtete er den Appell „die Standortfaktoren und die Kostensituation der Vorarlberger Industrie bei ihren Überlegungen und Entscheidungen zu berücksichtigen, um die Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten“. Auf die Haltung der IV zum Thema Arbeitszeitverlängerung angesprochen, meinte Zumtobel, „dass Flexibilisierung das Wichtigste ist“. Michael Amann, Geschäftsführer der Sparte Industrie der WK, forderte eine Anpassung „zunächst des Arbeitszeitgesetzes, um anschließend in Detailverhandlungen branchenspezifische Lösungen zu finden.“<p> 
 
Die derzeitige Geschäftslage wird von den Vorarlberger Unternehmen zu 28 Prozent als gut bzw. steigend eingeschätzt, von 66 Prozent als gleich bleibend. Leichter Optimismus macht sich hinsichtlich der Geschäftslage in einem halben Jahr breit: 13 Prozent der Unternehmen glauben an eine positive Entwicklung, 79 Prozent daran, dass keine wesentliche Änderung eintreten wird. Auftragsbestände und Auslandsaufträge bewegen sich mit einem Saldo (berechnet aus „guten“ Antworten abzüglich „schlechter“ Antworten) von 25 Prozent bzw. 20 Prozent auf dem Niveau des ersten Quartals.<p> 
 
Während 21 Prozent der Unternehmen über gestiegene Erträge berichten und nur 11 Prozent über Einbußen, wird die Ertragssituation in sechs Monaten skeptisch bewertet: 18 Prozent der Unternehmen befürchten fallende Erträge, womit ein Negativ-Saldo von 5 Prozent resultiert. 21 Prozent der Unternehmen sehen einen steigenden Beschäftigungsstand.<p> 
 
Bezogen auf die einzelnen Branchen wird in der Maschinen/Metallindustrie sowie in der Nahrungsmittelindustrie die aktuelle Geschäftslage positiv beurteilt, jedoch sind die Betriebe hinsichtlich der Erträge in sechs Monaten skeptisch. Umgekehrt die Situation in der Textilindustrie, in der die Zukunft positiver eingeschätzt wird als der Ist-Zustand (Negativ-Saldo: 36 Prozent). Die Elektroindustrie erwartet fallende Verkaufspreise.</RTE>

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