In Salzburgs Fan-Zonen passen bis zu 75.000 Personen

Beim “1. Euro-Stammtisch“ hat am Dienstag das Organisations-Komitee (OK) der Host City Salzburg über den Status quo der Vorbereitungsarbeiten für die Fußball-Europameisterschaft 2008 in Österreich und der Schweiz informiert.

Je nachdem, welche Nationalmannschaft in Salzburg spielt, wird die Fan-Zone neben dem Residenz-, Kapitel- und Mozartplatz noch auf weitere Gassen und Plätze der Altstadt ausgedehnt. Auch der Salzburgring ist im Gespräch. „Wir rechnen mit bis zu 75.000 Personen, die wir während der EM betreuen können“, sagte OK-Chef Wolfgang Weiss.

Das Basiskonzept für die Fan-Zone in der Altstadt liegt bereits auf dem Tisch. Darin geht das Organisationskomitee von 25.000 Personen aus, die von 7. bis 29. Juni 2008 die Matches täglich auf drei Großleinwänden mit 40 Quadratmetern Bildfläche verfolgen können. Wie viele Fans aber tatsächlich kommen, hänge von der Auslosung der Teams am 2. Dezember in Luzern ab. Falls beispielsweise Deutschland in Salzburg spielt, „werden wir von Fans überrannt werden“, vermutete Weiss.

Neben dem EM-Stadion in Salzburg-Klessheim und der Fanzone in der linken Altstadt (die Neustadt inklusive Linzergasse ist aus sicherheitstechnischen Gründen nicht inkludiert) könnte als dritter Veranstaltungsort der Bereich des Salzburgrings im Flachgau mit temporärem Campingplatz und einem mobilen Leinwand-Truck einbezogen werden. Eine „kleine Fanzone“ ist in Stadionnähe auf der Piazza zwischen Europark und Ikea geplant. Wegen des Veranstaltungsgesetzes und der Behördenauflagen finden in dieser „Pufferzone“ aber nur bis zu 1.500 Personen Platz, erläuterte Weiss.

Adaptierungen des Gesamtkonzepts seien auch bei Nationen wie Polen, Kroatien, Tschechien und den Niederlanden erforderlich. „Es wird eine erhöhte Anreise mit Pkw und Campingmobilen geben. Dafür haben wir nicht ausreichend Kapazitäten“, so Weiss. Gespräche mit Grundbesitzern für temporäre Parkplatz- und Campingplätze laufen, eine detaillierte Planung sei aber erst nach dem Auslosungsergebnis möglich – das gelte auch für den Salzburger Flughafen. Fans aus Spanien, Portugal und England würden ja mit dem Flugzeug anreisen, die Deutschen vermehrt mit Fanbussen oder dem Zug.

Das Organisationskomitee plant zudem ein Gastronomiekonzept u.a. in Zusammenarbeit mit der Wirtschaftskammer. Darin befindet sich ein Pflichtkatalog, welche Vorgangsweisen laut UEFA einzuhalten sind. Das Vorkaufsrecht für das Catering in der Fan-Zone habe zwar McDonald’s, es würden aber nicht nur diese Produkte angeboten, versicherte Weiss. In den kommenden zwei Wochen werden Aussendungen an die lokale Gastronomie verschickt, die sich für einen Verkaufsstand bei der EURO 2008 bewerben könne.

Zur Kritik, dass in Salzburg wenig EM-Werbung zu sehen ist, meinte der EM-Koordinator: „Für uns ist es schwierig, einen Spannbogen über das ganze Jahr aufzubauen.“ Die Werbeaktivitäten fänden in Wellen statt. Bis zu 1.000 Flaggen würden in der Innenstadt auf die EURO hinweisen.

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