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In fast allen Bundesländern gab es 2019 bereits Masern-Erkrankungen

Die Durchimpfungsrate wurde zuletzt im Jahr 2017 analysiert.
Die Durchimpfungsrate wurde zuletzt im Jahr 2017 analysiert. ©APA/DPA/ARNE DEDERT
Während in Wien seit Jahresbeginn nur drei Masernfälle verzeichnet wurden, steckten sich in der Steiermark bereits 36 Personen mit dem Virus an.
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Bis Mittwoch sind in Österreich heuer 64 Masern-Fälle gemeldet worden. Betroffen waren nach dem jüngsten Ausbruch in Kärnten alle Bundesländer mit Ausnahme von Niederösterreich und dem Burgenland. 36 Erkrankungen gab es in der Steiermark, 15 in Salzburg, je vier in Kärnten und Tirol, drei in Wien und je einen in Oberösterreich und Vorarlberg, so die Zahlen der AGES.

Bereits 64 bestätigte Masernfälle in Österreich

Einmal mehr gab es den Appell, den eigenen Impfstatus zu prüfen. In Österreich gibt es große Lücken, insbesondere bei der zweiten Teilimpfung. Ausreichend geschützt ist man nur nach zwei Impfungen gegen Masern-Mumps-Röteln oder bei Nachweis schützender Antikörperspiegel im Blut (Titerbestimmung), wenn man die Krankheit schon durchgemacht hat. Viele Erwachsene haben in der Schule nur eine Impfung erhalten.

Die Durchimpfungsrate wurde zuletzt im Jahr 2017 analysiert. Damals gab es noch 48.000 zwei- bis fünfjährige Kinder, denen die zweite Masernimpfung fehlte, 27.000 Kinder im Alter von sechs bis neun Jahren und sogar eine halbe Million 15- bis 30-Jährige, die nicht ausreichend gegen Masern geschützt sind. Wer Zweifel an seinem Impfstatus hat, soll sich unbedingt nachimpfen lassen. Eine “Überimpfung” ist nicht möglich. Der wirksame, gut verträgliche Impfstoff ist für alle Personen ohne Altersbeschränkung an öffentlichen Impfstellen kostenfrei erhältlich.

Schwerwiegende Folgen der Krankheit möglich

Masern sind keine harmlose Kinderkrankheit, die Folgen können schwerwiegend sein. Bei 20 von 100 Fällen von Masern treten Komplikationen wie Bronchitis, Mittelohr- und/oder Lungenentzündung auf. Bei ein bis zwei Personen von 1.000 Erkrankten kommt es zu einer lebensbedrohlichen Gehirnentzündung. Selten kann Jahre später ein Gehirnzerfall auftreten, der immer tödlich verläuft. Man nennt diese Spätfolge subakute sklerosierende Panenzephalitis (SSPE). Besonders gefährdet für SSPE sind Kinder, die im ersten Lebensjahr erkranken oder während der Geburt angesteckt werden. Hier erkrankt ein Kind von 600 Masernpatienten an SSPE, so die Informationen des Gesundheitsministeriums.

Masern sind hoch ansteckend, die Krankheit wird über Tröpfchen, also beim Sprechen, Husten oder Niesen, übertragen. 98 von 100 Personen, die mit dem Virus in Kontakt treten und nicht immun sind, stecken sich an. Am häufigsten erkranken Kinder und Kleinkinder, aber auch nicht geimpfte und bisher nicht daran erkrankte Erwachsene können sich infizieren. Es gibt keine Behandlung der Masernvirus-Infektion selbst, nur die Symptome können gelindert werden.

(APA/Red)

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