Impfung ab 12 Jahren: Regeln an Schulen bleiben aufrecht

Der Ninjapass bleibt vorerst erhalten.
Der Ninjapass bleibt vorerst erhalten. ©APA/HERBERT NEUBAUER
An den Regeln in der Schule ändert sich nach der Zulassung der Coronaimpfung für Jugendliche ab 12 Jahren vorerst wenig. Geimpfte Schüler müssen schon jetzt nicht mehr testen.
Minderjährige sollen im Sommer geimpft werden
Impfung ab 12 kommt

Die Zulassung des Impfstoffs von Biontech/Pfizer ab zwölf Jahren bringt vorerst keine Änderung der Regeln an den Schulen. Das gilt auch nach eventuellen, vor dem Sommer erfolgenden Impfungen von Schülern, hieß es aus dem Bildungsministerium auf APA-Anfrage. Wie es im Herbst aussehen wird, wird noch geklärt. Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) empfiehlt jedenfalls eine Impfung, weil sie dauerhaften Präsenzunterricht ermögliche. Auch an den Schulen soll geimpft werden.

Bei Geimpften entfällt Nasenbohrer-Test

Derzeit sind erst wenige Schüler geimpft, infrage kamen bisher ja nur Jugendliche ab 16 Jahren. Immunisiert sein können aber schon etwa Schüler ab diesem Alter, die mit Risikopatienten im gleichen Haushalt leben oder Berufsschüler, die in ihren Lehrbetrieben mitgeimpft wurden. Gleiches gilt auch für Jugendliche an Schulen für Gesundheitsberufe, wo es im Rahmen der Ausbildung zu Patientenkontakten kommen kann. Genaue Zahlen dazu gibt es aber nicht.

Derzeit haben geimpfte Schüler gegenüber ihren Klassenkameraden vor allem einen Vorteil: Sie müssen sich für eine Teilnahme am Unterricht nicht dreimal pro Woche dem Nasenbohrer-Test unterziehen, seit der Vorwoche ist die 3G-Regel in Kraft. Ansonsten gelten für Geimpfte in der Schule die gleichen Regeln wie für ungeimpfte Schüler - sie müssen also etwa auch eine Maske tragen.

Impfung soll in den kommenden Wochen angeboten werden

Faßmann empfiehlt deutlich eine Teilnahme an der Impfaktion. "Die Impfung ist eine Option und zugleich die wichtigste Maßnahme, die Verbreitung des Virus zu verhindern. Impfen bedeutet Schutz vor einer Erkrankung und die Verhinderung der Ansteckung."

Die Impfung soll in den kommenden Wochen über die Impfaktionen der Bundesländer angeboten und in den Impfstraßen oder bei Ärzten erhältlich sein. "Für alle, die im Sommer keine Möglichkeit haben werden, sich impfen zu lassen, bereiten wir gemeinsam mit dem Gesundheitsministerium Impfaktionen an den Schulen ab dem Schulbeginn vor", betonte Faßmann. Größere Schulen würden zu Impfzentren, in denen sich auch Schüler aus dem Umkreis impfen lassen können. Zusätzlich würden mobile Teams unterwegs sein, die kleinere Schulen anfahren und die Impfung vor Ort durchführen.

(APA/ed)

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