Identifikation mit Nataschas Schicksal

Eine klare Mehrheit der Menschen in Österreich hat sich auf Grund der Medienberichterstattung emotional stark mit dem Schicksal von Natascha Kampusch identifizieren können.

In einer Befragung durch das Klagenfurter Humaninstitut gaben 65 Prozent entsprechende Antworten, 22 Prozent konnten sich teilweise und lediglich 13 Prozent gar nicht mit dem Entführungsopfer identifizieren.

Die Mehrheit der Befragten – nämlich 43 Prozent – meint, dass die Medienberichterstattung, insbesondere das ORF-Interview, durch Experten mitinszeniert wurde. Lediglich 27 Prozent glauben das nicht, die restlichen 30 Prozent wollten sich nicht festlegen.

Das Humaninstitut wollte von den österreichweit insgesamt 730 Befragten auch wissen, welche Ängste im Mitgefühl für Natascha angesprochen worden waren. 42 Prozent nannten die Angst, jemandem ausgeliefert zu sein, 28 Prozent die Platzangst und 21 Prozent die Verfolgungsangst. Lediglich neun Prozent der Befragten sahen keine Ängste angesprochen.

Auf dem Weg „ihre Selbstbestimmung zu erreichen“, empfehlen 81 Prozent der Befragten der 18-Jährigen, ein Leben mit neuer Identität zu beginnen. 78 Prozent meinen, dass Kampusch sich Zeit für innere Ruhe nehmen solle. Weitere 72 Prozent plädieren bei dieser Frage, wobei eine Mehrfachzuordnung möglich war, eine echte Vertrauensperson zu finden, und 68 Prozent empfehlen, Experten und Medienrummel zu meiden.

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