Ich war noch niemals in New York - Kritik und Trailer zum Film

Heike Makatsch und Moritz Bleibtreu wandeln auf den Spuren des erfolgreichen Udo-Jürgens-Musicals "Ich war noch niemals in New York" aus der Feder des heutigen VBW-Musicalchefs Christian Struppeck und des Wiener Autors Gabriel Barylli. Gemeinsam mit Katharina Thalbach und Michael Ostrowski singen, tanzen und spielen sie sich durch den gleichnamigen Musical-Kinofilm von Philipp Stölzl ("Der Medicus").

Bereits Millionen Theaterbesucher begeisterte das vom heutigen VBW-Musicalchef Christian Struppeck und dem Wiener Autor Gabriel Barylli geschriebene Musical "Ich war noch niemals in New York". Nun kommt das Werk mit den Liedern von Udo Jürgens auf die Leinwand. Quietschbunt, herrlich überzeichnet, wunderbar mitreißend und mit überzeugenden Schauspielern. Ab Donnerstag im Kino.

Ich war noch niemals in New York - Kurzinhalt zum Film

Als Hauptdarsteller singen, tanzen und spielen sich Heike Makatsch, Katharina Thalbach, Moritz Bleibtreu, Uwe Ochsenknecht und als heimischer Star Michael Ostrowski in die Herzen der Musical-Fans. Denn Musical-begeistert oder zumindest Udo-Jürgens-Fan sollte man schon sein, wenn man Spaß am Film des heurigen Bregenzer Festspielregisseurs Philipp Stölzl haben will. Etwa 20 Lieder des 2014 gestorbenen Kärntner Sängers werden gehaucht, geschmettert und geträllert.

Eingebettet sind die zeitlosen Jürgens-Klassiker in die Geschichte um Maria "Sternchen" Wartberg, die nach einem Sturz in ihrer kleinen Küche ihr Gedächtnis verloren hat - während im Radio das Lied "Ich war noch niemals in New York" von Udo Jürgens lief. Im Krankenhaus kann sich die 66-Jährige an nichts mehr erinnern. Nur New York ist als blasse Erinnerung geblieben. Folgerichtig nimmt sie Reißaus und das nächste Kreuzfahrtschiff nach New York.

Ihre Tochter, die mäßig erfolgreiche, aber sehr von sich überzeugte Fernsehmoderatorin Lisa Wartberg (Makatsch) und ihr Maskenbilder Fred (Ostrowski) wollen die alte Dame noch von Bord holen - da legt das Kreuzfahrtschiff auch schon Richtung Amerika ab. Mit dabei sind auch der Witwer Axel (Bleibtreu) und dessen Sohn Florian (Marlon Schramm), die die Asche der Mutter über New York verstreuen wollen. Außerdem scharwenzelt Eintänzer Otto (Ochsenknecht) um die wohlhabenden Damen an Bord. Bis er in Maria sein "Sternchen" aus Jugendtagen erkennt.

Ich war noch niemals in New York - Die Kritik

Der Musicalfilm von Stölzl hat alles, was ein unterhaltsamer Film bieten sollte. Hier und da kann man ein Tränchen verdrücken, um gleich danach wieder loszukichern. Die Tänze sind knackig choreografiert, und die Szenerie erinnert an die glanzvollen Zeiten der 20er-Jahre. Und wenn im romantischsten Moment des Films die Delfine vor dem Sonnenuntergang aus dem Meer springen, hat das etwas so übertrieben Kitschiges, dass es schon wieder gut ist.

Der Plot ist angelehnt an den des Musicals, das 2007 in Hamburg seine Weltpremiere gefeiert hatte und 2010 schließlich im Wiener Raimund Theater zu sehen war. Der Film folgt der Geschichte aber nicht auf Schritt und Tritt. Zudem lässt er sich von zahlreichen Musicalfilm-Klassikern inspirieren. "Ein in Deutschland total vergessenes Genre wie den Musikfilm wieder aufleben zu lassen, empfinde ich (..) als wunderbares Wagnis und tolle Herausforderung", sagt Regisseur Stölzl im Presseheft.

Es singen übrigens auch alle Stars selbst, wie Stölzl weiter sagte. Das sei ihm bei der Auswahl der Besetzung wichtig gewesen. "Die mussten Talent zum Singen mitbringen, Talent zum Tanzen, Zeit und Lust für die ungewöhnlich lange Vorbereitungsphase haben, schnelle, physische Komödie können. Keine einfache Aufgabe.", sagte er. Dass nicht alle von ihnen perfekt tanzen oder die Töne treffen, sei völlig in Ordnung. "Wir haben (..) geguckt, dass wir etwas machen, was nicht auf Perfektion setzt, sondern auf das Charmante des Unperfekten."

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(APA/Red)

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