Ice, Ice Baby: Darum frieren Frauen mehr als Männer

Frauen haben aus verschiedenen Gründen ein anderes Kälteempfinden als Männer.
Frauen haben aus verschiedenen Gründen ein anderes Kälteempfinden als Männer. ©pixabay.com (Sujet)
Frauen frieren an kalten Tagen meist schneller als Männer und werden dafür oft belächelt. Prof. Hademar Bankhofer klärt über die Gründe auf und gibt Tipps, wie im Körper genügend Wärme produziert werden kann.

Es gibt verschiedene Gründe, warum Frauen mehr frieren als Männer. Gesundheitspapst Prof. Hademar Bankhofer klärt auf.

5 Gründe: Darum frieren Frauen öfter als Männer

1) Zu wenig Vitamin E

Frauen können - zum Teil durch den Einfluss ihrer Hormone - nicht so große Depots an speicherfähigen Vitaminen anlegen. Das trifft ganz besonders auf das Vitamin E zu. Je tiefer die Temperaturen, desto mehr Vitamin E benötigt der Mensch als "Heizmaterial", damit im Körper genügend Wärme produziert werden kann. Um den Vitamin-E-Spiegel zu stabilisieren, können Weizenkeime, Weizenkeimöl, Sonnenblumenöl, Olivenöl, alle Nussarten, aber auch Milchprodukte und fast alle Vollkornprodukte verspeist werden. Aber Achtung: Vollkornbrot, das in der Tiefkühltruhe eingefroren war, macht keinen Sinn, denn in der Kälte ist das Vitamin E längst nicht mehr vorhanden.

2) Fokus auf den Unterleib

Frauen frieren vor allem auch, weil es die Natur so eingerichtet hat, so Bankhofer. In Hinblick auf die Schwangerschaft muss der Unterleib warm gehalten werden. Wenn es also draußen kalt ist, zieht der Organismus - wie von einem Computer gesteuert - die Wärme von den Gliedmaßen ab, also von den Händen und Füßen. Diese Wärme wird dem Unterleib zugeführt, um ihn vor Kälte zu schützen. Die Folge: Hände und Füße sind schlecht durchblutet und frieren.

3) Dünnere Haut

Die Haut von Frauen ist dünnhäutiger und reagiert somit viel schneller auf Kälte. Wenn ein Mann und eine Frau in der kalten Jahreszeit nebeneinander herlaufen, dann kann man davon ausgehen, dass die Temperatur in der Haut der Frau sehr oft um etwa drei Grad Celsius niedriger ist als beim Mann. Damit ist für die Frau das Frieren vorprogrammiert. Die Oberhaut des Mannes ist um 15 Prozent dicker. Das ist ein guter Schutz vor Wärmeverlust. Bei Kälte verengen sich die Blutgefäße in der Haut, die Durchblutung wird reduziert und die Körpertemperatur sinkt. Das geschieht natürlich viel rascher in der dünneren Haut der Frau.

4) Weniger Muskeln

Je mehr Muskeln man hat, desto besser funktioniert der Stoffwechsel und damit auch die Wärmeproduktion. Hierbei sind Frauen eindeutig benachteiligt. Statistisch gesehen besteht der männliche Körper aus 40 Prozent Muskeln und nur zehn Prozent Fett. Bei den Frauen sind es etwa 25 Prozent Muskeln und 25 Prozent Fett. Zwar wirkt das Fett als Isolation vor der Kälte, doch die Wärme wird von den Muskeln produziert.

5) Schilddrüsenprobleme und niedriger Blutdruck

Frauen haben öfter als Männer Probleme mit der Schilddrüse. Bei einer Unterfunktion fährt der Stoffwechsel langsamer und die Wärmeproduktion wird gedrosselt. Frauen leiden zudem auch öfter an einem zu niedrigen Blutdruck, was das Kälteempfinden ebenfalls verstärkt.

(Red)

  • VIENNA.AT
  • Gesundheit
  • Ice, Ice Baby: Darum frieren Frauen mehr als Männer
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen