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Ibiza-Video: Strache fühlt sich als Opfer eines "Politthrillers" und kündigt Klagen an

Der Ex-FPÖ-Chef fühlt sich als Opfer eines "Politthrillers".
Der Ex-FPÖ-Chef fühlt sich als Opfer eines "Politthrillers". ©APA/GEORG HOCHMUTH
Am Mittwoch hat HC Strache erklärt, dass er durch das Ibiza-Video zu einem Opfer eines "Politthrillers" wurde. Nun hat er rechtliche Schritte gegen einige Journalisten angekündigt.

Heinz-Christian Strache fühlt sich durch die von ihm bzw. seinem Anwalt veröffentlichten Transkriptionen zum Ibiza-Video voll rehabilitiert. Der Ibiza-Fall habe sich damit "in Luft aufgelöst", sagte er Mittwoch in einer Pressekonferenz und kündigte (von den Anwälten noch näher zu prüfende) rechtliche Schritte gegen die Journalisten sowie die Anrufung des Presserates an.

Strache fühlt sich als Opfer eines "Politthrillers"

Strache fühlt sich als Opfer eines "im wahrsten Sinn des Wortes Politthrillers". In einem "politisch motivierten Komplott" habe eine offensichtlich "von Auftraggebern eingesetzte" mutmaßlich "zutiefst kriminelle" Gruppe jahrelang daran gearbeitet, ihn politisch zu vernichten - und ihn dann als Vizekanzler zu Fall zu bringen und die türkis-blaue Regierung zu sprengen.

Journalisten der "Süddeutschen Zeitung", des "Spiegel" und des "Falter" hätten "Fake News" - nämlich nur manipulative Ausschnitte aus dem Lockvogel-Video - verbreitet. Das sei eine "jahrelang konzertierte Aktion" mit "Stasi-Methoden" gewesen, befand Strache. Die "kriminelle Gruppe" (der auch vorbestrafte Drogendealer und V-Männer des BKA angehörten) habe sich schon 2011 bis 2014 öfter in einem Wiener Innenstadtlokal getroffen. Nachdem es mit der Spesencausa - wo 2015 Ermittlungen eingestellt worden seien - nicht geklappt habe, ihn politisch zu vernichten, habe man das Ibizavideo produziert.

Vorwürfe hätten sich "in Schall und Rauch aufgelöst"

Jetzt, mit Veröffentlichung der Transkriptionen, hätten sich "sämtliche Vorwürfe in Schall und Rauch aufgelöst". Man sehe, dass er selbst "im bedenklichen besoffenen Zustand bzw. unter untergejubelten Drogen" mehr Standfestigkeit habe als viele andere Politiker - und nicht käuflich sei, sondern nur aus Überzeugung und Idealen handle.

Es habe sich endlich bestätigt, dass "mit einem HC Strache keine krummen Geschäfte zu machen sind" - dass er etwa Österreichs Wasser nicht verkaufen habe wollen, sondern verfassungsrechtlich schützen und nach norwegischem Modell zum Nutzen der Bürger in Flaschen vermarkten. Was die Unterhaltung über Spenden am Rechnungshof vorbei betrifft, habe er der vermeintlichen Oligarchin nur die "unterschiedlichen rechtlichen Möglichkeiten aufzeigen" wollen, sagte Strache auf Nachfrage.

HC Strache bekam Unterstützung von AfD-Politiker

Unterstützung bekam der Ex-FPÖ- und jetzt Team HC-Chef von einem - per Videokonferenz zugeschalteten - deutschen AfD-Politiker. Der Bundestagsabgeordnete Petr Bystron meinte, hier bahne sich "einer der größten medienpolitischen Skandale der Nachkriegsgeschichte an" - mit manipulativer Berichterstattung zweier deutscher Medien über eine illegal mit geheimdienstlichen Methoden erstellte manipulative Videoaufnahme. Strache und der damalige FPÖ-Klubchef Johann Gudenus seien in eine lange vorbereitete Falle gelockt worden, als Vertreter einer auch bei vielen Deutschen wegen ihrer Haltung gegenüber Migranten "sehr populären" Regierung.

Die AfD sei freilich weiterhin Partnerpartei der FPÖ - mit der sie auch im Europaparlament zusammenarbeitet, erläuterte Bystron auf Nachfrage. Er habe die FPÖ im Vorfeld informiert, und sie habe in "Großzügigkeit" die Teilnahme an der Pressekonferenz Straches gebilligt. Straches "Team HC" ist der Hauptkonkurrent der FPÖ bei der am 11. Oktober anstehenden Wien-Wahl.

(APA/Red)

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