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I am Greta - Kritik und Trailer zum Film

Im Sommer vor zwei Jahren begann etwas, das die Welt bis heute verändern sollte. Damals ging ein schwedisches Mädchen am ersten Schultag nach den Ferien nicht zur Schule, sondern setzte sich vor den Reichstag in Stockholm und begann einen Protest für das Klima. Längst ist Greta Thunberg nicht mehr allein, längst kämpfen junge Menschen rund um die Welt für Klimaschutz. Wer aber ist diese Greta Thunberg, die heute 17 Jahre alt ist? Antworten darauf gibt es in der Dokumentation "Ich bin Greta".

Was mit etwas Ungehorsam und viel Hartnäckigkeit erreicht werden kann, zeigt sich eindrucksvoll am rasanten Aufstieg der jungen Klimaschutzaktivistin Greta Thunberg. Der Dokumentarfilmer Nathan Grossmann hat die Schwedin ein Jahr lang begleitet und mit seinem Film "I am Greta" ein intimes Porträt geschaffen, das verdeutlicht wie nahe Freude und Frustration beieinander liegen können. Ab Freitag im Kino.

I am Greta - Kurzinhalt zum Film

Ein Film über den schrumpfenden Lebensraum der Eisbären, über Hitze, Dürre und Stürme hat Greta Thunberg aufgerüttelt. Fortan war für das Mädchen mit Aspergersyndrom klar: Es muss gehandelt werden. Nachdem sie sich mit Wissen über den Klimawandel ausgerüstet hatte - das jenes der meisten Politiker wohl weit übersteigt - schritt sie zur Tat und setzte sich mit ihrem mittlerweile zu Berühmtheit gelangten Schild "Skolstrejk för klimatet" ("Schulstreik für das Klima") vor den schwedischen Reichstag. Dort zog sie schon bald viel Aufmerksamkeit auf sich - auch jene von Dokumentarfilmer Nathan Grossmann ("The Toaster Challenge"), der sie fortan mit seiner Kamera begleitete.

I am Greta - Die Kritik

Der Dokumentarfilm verzichtet weitgehend darauf, wissenschaftliche Fakten über den Klimawandel zu liefern. Diese sind, wie Thunberg selbst klarstellt, alle bereits bekannt. Stattdessen wird der Fokus ganz auf die junge Klimaschutzaktivistin gelegt. Auf teils mit privaten Videos der Familie angereicherten 97 Minuten wird gezeigt, was Greta antreibt, wer sie stützt, wie sie sich entspannt, was sie zur Verzweiflung bringt. Dabei bewegt sich die Kamera zumeist auf Augenhöhe mit der Klimaschutzaktivistin. Dadurch findet so mancher Kopf einer hochrangigen Person nicht ins Bild. Umso näher erlebt man im Gegenzug, wie die mittlerweile 17-Jährige mit wachsendem Unmut feststellen muss, dass viele Politiker nur leere Versprechungen und ein nettes Lächeln für sie parat haben.

Ihre Reden werden emotionaler und offensiver. "Wie könnt ihr es wagen" und "Ihr habt meine Träume und Kindheit zerstört" wirft sie den Mächtigen dieser Welt mutig an den Kopf. Der damalige EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker redet im Anschluss an einen ihrer eindringlichen Appelle dennoch über die Gleichschaltung von Toilettenspülungen. Dass es ausgerechnet auf der Klimakonferenz in Katowice Fleisch zu essen gibt und die Veganerin Thunberg mit Reis und Bulgur vorlieb nehmen muss, sorgt für weitere Frustration.

Auf einer mehrwöchigen Überfahrt auf einem Segelboot nach New York wird das Dilemma der jungen Klimaschutzaktivistin am deutlichsten. Erschöpft gesteht sie, sich nichts sehnlicher zu wünschen, als in Ruhe Zeit mit ihrer Familie, ihren Hunden und ihrem Pferd zu verbringen. Stattdessen sieht sie sich aber gezwungen, den Erwachsenen auf die Füße zu treten, da diese keine Anstalten machen, von allein Handlung zu ergreifen und den Folgegenerationen einen intakten Planeten zu hinterlassen. Glücklicherweise haben sich mittlerweile unzählige Gleichgesinnte im Kampf gegen den Klimawandel gefunden, die Greta bei ihrer Ankunft in New York Kraft spenden.

Mit "I am Greta" ist Nathan Grossmann ein eindringlicher Dokumentarfilm gelungen, der nicht nur frustriert, sondern auch Mut spendet. Ihm wohnt das Potenzial inne, vor allem jene in ihrem Tun zu bestärken, die den Kampf gegen die Klimakrise bereits aufgenommen haben.

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(APA/Red)

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