Hypo Vorarlberg: Finanzstärke gestutzt

Bregenz - Moody's hat am Dienstag die Bewertungen für die beiden Hypobanken Tirol und Vorarlberg gesenkt.

Das Rating für unbesicherte Verbindlichkeiten und Einlagen wurde für die Tiroler Hypo von Aa1 auf A2, für die Hypo Vorarlberg von Aa1 auf A1 gesenkt. Die nachrangigen Verbindlichkeiten der Hypo Tirol wurden von Aa2 auf A3, jene der Hypo Vorarlberg von Aa2 auf A2 zurückgestuft. Die Finanzstärke der Hypo Tirol wird von C auf D gestutzt, jene der Hypo Vorarlberg von C auf D+. Den Ausblick für alle Ratings gibt Moody’s am Dienstag in einer Aussendung mit stabil an. Die mit einer Ausfallbürgschaft der Länder versehenen Verpflichtungen bleiben von der heutigen Ratingaktion unberührt.

Die Hypo Tirol sei nur schwach kapitalisiert, begründet Moody’s die Abstufung der Finanzstärke des Tiroler Instituts. Profitabilität und die Qualität des Vermögens dürften sich nur graduell verbessern, heißt es.

Bei der Vorarlberger Landes- und Hypothekenbank wurde zudem das Hybridkapital von Baa3 auf Ba3 zurückgestuft. Das schlechtere Finanzstärkerating reflektiere die schwächere finanzielle Performance, so Moody’s. Verbindlichkeiten und Einlagen profitierten von der Annahme einer sehr hohen Wahrscheinlichkeit für regionale öffentliche Unterstützung.

“Angesichts der wirtschaftlichen Entwicklung sind wir mit dem Rating zufrieden”, kommentierte der Aufsichtsratsvorsitzender der Tiroler Hypo, Wilfried Stauder, in einer Aussendung das Ergebnis. Diese Veränderung sei erwartet worden und wirke sich in keiner Weise auf den eingeschlagenen Weg der Hypo aus. “Es bestätigt aber auch die Strategie, sich auf Risikominimierung und eigenkapitalschonendes Geschäft zu fokussieren”, so Stauder.

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