Hunderte Festnahmen bei Einsatz gegen Doping und Fake-Medikamente

Bei dem Einsatz kam es zur Festnahme von 544 Personen.
Bei dem Einsatz kam es zur Festnahme von 544 Personen. ©APA/GEORG HOCHMUTH (Symbolbild/Archivbild)
Europäische Ermittler haben bei einem Großeinsatz gegen gefälschte Medikamente und Doping mehrere hundert Personen festgenommen.
Beschlagnahmungen von Zoll

Substanzen und Präparate im Wert von 63 Millionen Euro seien beschlagnahmt worden, wie Europol am Dienstag in Den Haag mitteilte. Überwiegend wurden demnach Doping-Präparate und vermeintliche Corona-Heilmittel beschlagnahmt. Justizbehörden in 26 Ländern waren beteiligt, darunter auch Österreich.

Unterstützung für "Operation Shield II"

Laut dem österreichischen Bundeskriminalamt wurde die "Operation Shield II" unterstützt und gemeinsam mit dem Finanzministerium Schwerpunktkontrollen in den Postverteilerzentren und am Flughafen in Schwechat durchgeführt. Festnahmen oder Anzeigen gab es in Österreich allerdings nicht.

Gefälschte Medikamente und andere Präparate stellen eine Bedrohung für die Gesundheit dar, warnte Europol. Die Präparate würden in illegalen Labors ohne Beachtung von Sicherheitsregeln und Hygienevorschriften produziert. Sie enthielten oft schädliche Substanzen. Angesichts der breiten Verfügbarkeit von Impfstoffen beobachtete die europäische Polizeibehörde aber einen deutlichen Rückgang des Handels mit Corona-Präparaten.

"Shield II" startete im April

Die europaweite Operation "Shield II" fand von April bis Oktober statt und wurde von Ermittlern in Frankreich, Finnland, Griechenland und Italien geleitet. 33 kriminelle Netzwerke und 37 Unternehmen wurden nach Angaben von Europol untersucht. Rund 1.400 Ermittlungsverfahren wurden eröffnet und mehr als 6.500 Sportler kontrolliert.

Im Fokus der Ermittler standen Banden, die mit Doping-Substanzen handelten und gefälschten Medikamenten zur Behandlung von Krebserkrankungen, Erektionsstörungen und Allergien sowie Schmerzmitteln. Doping-Händler hätten es vor allem auf Amateur-Sportler abgesehen und verkauften die Substanzen vor allem über die sozialen Medien.

(APA/Red)

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