Hundeführschein: Übergangsfrist endet am Donnerstag

Am Donnerstag endet die Übergangsfrist für den Hundeführschein.
Am Donnerstag endet die Übergangsfrist für den Hundeführschein. ©APA
Am Donnerstag endet die einjährige Übergangsfrist zur Absolvierung des Hundeführscheins. An diesem Tag gibt es die letzte Möglichkeit, die Prüfung abzulegen, ansonsten drohen saftige Strafen.
Hundeführschein in Kraft getreten
Welche Hunde stehen auf der Liste?

In wenigen Tagen gibt es keine Ausreden mehr: Am Donnerstag endet die einjährige Übergangsfrist zur Absolvierung des Wiener Hundeführscheins. Alle Kampfhundebesitzer, die ihr Tier länger als ein Jahr besitzen und es damit vor Einführung des Scheins angeschafft haben, haben an diesem Tag die letzte Chance zur Ablegung der Prüfung. Ansonsten drohen mitunter saftige Strafen. Ab 1. Juli werden Polizei und MA 60 (Veterinäramt) nämlich Schwerpunktkontrollen durchführen.

Prinzipiell trat der Hundeführschein bereits mit Anfang Juli 2010 – infolge der Wiener Volksbefragung im Februar desselben Jahres – in Kraft. Seit damals müssen Besitzer sogenannter Kampfhunde binnen drei Monaten ab Beginn der Haltung eine entsprechende Berechtigung mittels Prüfung erlangen. Dabei sollen die Tierfreunde beweisen, dass sie im Umgang mit ihren Lieblingen geschult sind. Das Mindestalter der Vierbeiner muss zu diesem Zeitpunkt sechs Monate betragen, jenes des Prüflings 16 Jahre.

Kein Hundeführschein: Bis zu 3.500 Euro Strafe

Für jene Wiener, die bereits vor Einführung der Regelung einen Kampfhund besessen haben, wurde eine Übergangsfrist geschaffen, die nun ausläuft. Wer die Prüfung zum Hundeführschein noch rechtzeitig hinter sich bringen will, kann sich unter der Telefonnummer 01/4000-8060 oder im Internet unter www.tierschutzinwien.at informieren. Anmeldungen sind auch direkt bei der MA 60 in Wien-Landstraße (Karl-Farkas-Gasse 16) möglich.

Bei Personen, die ab Freitag bei den gemeinsamen Kontrollen durch Polizei und Veterinäramt (MA 60) keinen Hundeführschein vorweisen können, werden Strafen fällig. Die Höhe ist gestaffelt und richtet sich nach dem Delikt. Die Spannweite reicht vom Organstrafmandat bis zu Anzeigen mit einem Maximalbetrag von 3.500 Euro – je nachdem, ob etwa der bereits absolvierte Schein beim Gassigehen bloß zu Hause vergessen wurde, oder ein schweres Vergehen vorliegt. Wird ein Hundehalter mit einem Kampfhund ohne Hundeführschein aufgegriffen, wird eine Verwaltungsstrafe ausgesprochen und die behördliche Aufforderung erteilt, den Hundeführschein binnen drei Monaten nachzubringen.

Welche Rassen umfasst Hundeführschein?

Noch eine Neuerung: Bei Hundehaltern ohne Hundeführschein kann in Gefahrensituationen das Tier auf Veranlassung der Polizei sofort und dauerhaft abgenommen werden. Für die Kosten muss der Besitzer aufkommen.

Der Hundeführschein umfasst folgende Rassen – inklusive Mischlinge: Bullterrier, Staffordshire Bullterrier, American Staffordshire Terrier, Mastino Napoletano, Mastin Espanol, Fila Brasileiro, Mastiff, Bullmastiff, Tosa Inu, Pitbullterrier, Rottweiler, Dogo Argentino (Argentinischer Mastiff).

Der Besitzer eines American Staffordshire Terriers hatte vor Monaten mit Unterstützung der FPÖ versucht, den Hundeführschein vor dem Verfassungsgerichtshof zu Fall zu bringen. Im vergangenen April wies der VfGH die entsprechende Klage jedoch ab und erklärte die Regelung somit als verfassungskonform.

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