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HoT-Chef erwartet 5G ab 2022 im Massenmarkt

In Wien dürfte 5G im Jahr 2022 den Massenmarkt erreichen.
In Wien dürfte 5G im Jahr 2022 den Massenmarkt erreichen. ©APA/AFP/LIONEL BONAVENTURE
Langsam, aber sicher, entwächst der neue Mobilfunkstandard 5G seinen Kinderschuhen. HoT-Chef Michael Krammer erwartet ab 2022, dass auch Anbieter wie HoT einen entsprechenden Tarif anbieten werden.

Die mittlerweile mehr als eine Million Kunden des Mobilfunkanbieters Hofer Telekom (HoT) werden noch bis 2022 auf die neueste, fünfte Mobilfunkgeneration (5G) warten müssen. HoT-Chef Michael Krammer erwartet, dass 5G erst in zwei Jahren im Massenmarkt ankommt. Dann würden preiswerte 5G-fähige Endgeräte verfügbar sein, sagte Krammer am Dienstag in einer Pressekonferenz.

HoT: 5G, sobald es kundenrelevant ist

HoT ist im Mobilfunknetz von Magenta (T-Mobile Austria GmbH) eingemietet. Man werde 5G anbieten, sobald dies kundenrelevant sei, "mit wem auch immer", ließ der HoT-Chef die weitere Zusammenarbeit mit Magenta offen. HoT war vor fünf Jahren gestartet, nachdem "Drei" (Hutchison) den Konkurrenten Orange schluckte und die Handytarife durch den Wegfall des vierten Netzbetreibers stiegen. Mit seinem Haupttarif um 9,90 Euro im Monat trieb HoT der Konkurrenz Sorgenfalten auf die Stirn.

Magenta-Chef Andreas Bierwith hat heuer im Sommer beklagt, das virtuelle Mobilfunker (MVNO) wie HoT zu wenig für die Netznutzung zahlen. Sie seien "von einer echten Kostenwahrheit entkoppelt". Bierwirth stellte indirekt Preiserhöhungen in dem Raum, wenn in zwei Jahren die aus der Orange-Übernahme stammenden Auflagen der EU auslaufen. "Dann sind die Angebote Ergebnis privatrechtlicher Verhandlungen zwischen den Betreibern. Das könnte spannend werden."

60.000 SIM-Karten stecken in Routern

Der hinter der Marke "HoT" stehende Mobilfunkanbieter Ventocom startete vor einem Jahr auch ein unlimitiertes Breitband-Angebot mit einer Downloadgeschwindigkeit von bis zu 30 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) und einer Uploadgeschwindigkeit von bis zu 6 Mbit/s. Mittlerweile seien über 60.000 SIM-Karten für die Verwendung in Routern im Einsatz, zog Krammer eine erste Bilanz. Beim Internetspeed kündigte der HoT-Chef "mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit eine Veränderung nach oben hin" an, nannte aber keinen Zeitpunkt.

(APA/red)

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