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Hollywoodstar Leon Askin wäre 100

Er war eine der letzten großen Persönlichkeiten der altösterreichischen Schauspieler-Riege: Am 18. September wäre der 1907 in Wien geborene Hollywoodstar Leon Askin 100 Jahre alt geworden.

Aus diesem Anlass wurde heute, Freitag, eine Büste des Schauspielers im Türkenschanzpark in Wien-Währing enthüllt. auch ein Platz in Wien trägt mittlerweile Askins Namen.

Leon Askin wurde am 18. September 1907 in Wien als Leon Aschkenasy geboren. Er studierte bei Hans Thimig an der „Neuen Schule für dramatischen Unterricht“, die dem Theater in der Josefstadt angegliedert war, und erhielt 1928 dort einen Elevenvertrag. Im selben Jahr wurde er auch nach Düsseldorf engagiert. Dort trat er an den Städtischen Bühnen und im Louise-Dumont-Schauspielhaus auf und arbeitete mit Leopold Lindtberg und vor allem mit Erwin Piscator zusammen.

1933 wurde Askin zwangsbeurlaubt, ging nach Paris und gründete das Kabarett „Künstler-Klub Paris-Wien“, wo emigrierte Schauspieler wie Felix Bressart und Lilli Palmer auftraten. Bis 1935 arbeitete er als Schauspieler und Regisseur an verschiedenen Pariser Kleinbühnen. Danach kehrte er nach Wien zurück, trat u.a. an den Kleinkunstbühnen „Der liebe Augustin“ und „ABC“ als einer der Pioniere des Wiener Kabaretts in Erscheinung und brachte die Stücke von Jura Soyfer heraus.

1940 floh Askin über Paris in die USA. Dort begann er als Bühnenarbeiter, wurde jedoch bald künstlerischer Leiter und Regisseur des Washington Civic Theater und fand nach dem Zweiten Weltkrieg große Anerkennung als Regisseur und Schauspieler in New York. Als einer der meistbeschäftigten Filmschauspieler, gern als komischer Bösewicht besetzt, spielte er u.a. in „One, Two, Three“ von Billy Wilder, „The Robe“ oder „Das Testament des Dr. Mabuse“ von Fritz Lang, mit Partnern wie Richard Burton, James Cagney, Jack Lemmon und Anthony Quinn. Besondere Popularität erlangte er durch die Fernsehserie „Hogan’s Heroes“.

Aber auch auf Theater-Gastspielreisen nach Europa feierte Askin Erfolge, etwa als „Othello“ 1957 in Hamburg, als Marquis de Sade oder als Pozzo in „Warten auf Godot“ am Wiener Burgtheater. Er spielte auch in einer Reihe deutscher und österreichischer Filme und TV-Produktionen mit und engagierte sich in den USA, wo er Mitglied des Komitees der amerikanischen Filmakademie war, für das österreichische Filmschaffen. 1989 legte er unter dem Titel „Quietude and Quest“ seine Autobiografie vor.

Askins Rückkehr 1994 nach Wien, wo er seinen Lebensabend verbringen wollte, hatte allerdings einen bitteren Beigeschmack, wurde ihm doch zunächst die Aufenthaltsgenehmigung verweigert. Erst nach heftigen Interventionen wurde der Bescheid rückgängig gemacht. Und schließlich kamen auch die offiziellen Würdigungen: das Silberne Ehrenzeichen für Verdienste um das Land Wien (1994), das Österreichische Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst I. Klasse (2002) und der Berufstitel Professor (1996).

Zurück in Österreich spielte Askin unter anderem in Joshua Sobols „Alma. A SHOW BIZ ans ENDE“, in „Das Land des Lächelns“ in der Volksoper und in mehreren Filmen. Eindrucksvoll waren vor allem in seinen letzten Jahren auch Askins Leseabende, insbesondere von Jura Soyfers „Der Weltuntergang“ am Wiener Schauspielhaus. Für Aufsehen sorgte aber auch die späte Ehe Askins, als er im Dezember 2002, mit 95 Jahren, im Schloss Schönbrunn einer Wiener Medienexpertin das Ja-Wort gab und damit noch einmal sein Lebensmotto einlöste: „Genieße das Leben, the best you can…“.

Askin starb am 3. Juni 2005 in Wien. Heuer wurde eine Verkehrsfläche bei der Endstelle der Straßenbahnlinie 52 in Penzing nach ihm benannt.

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