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Hohe Nachfrage: Rund 2.000 Mitarbeiter bei Billa & Co. gesucht

Aufgrund der erhöhten Nachfrage werden Mitarbeiter gesucht.
Aufgrund der erhöhten Nachfrage werden Mitarbeiter gesucht. ©APA/BARBARA GINDL
Aufgrund der hohen Nachfrage werden bei Billa und Co. derzeit rund 2.000 Mitarbeiter gesucht. Neue Mitarbeiter könnten in kürzester Zeit in der Filiale starten.

Die Billa-Mutter Rewe sucht in Österreich angesichts der aktuellen hohen Nachfrage aufgrund der Coronavirus-Ausbreitung temporär mehr als 2.000 Mitarbeiter. "Es gibt kein Problem mit der Warenversorgung. Wir brauchen helfende Hände. Das ist aktuell das Wichtigste", sagte Rewe-Österreich-Chef Marcel Haraszti am Montag in einer Telefonkonferenz.

Neue Mitarbeiter könnten in kürzester Zeit starten

Haraszti bat von Schließungen betroffene Mitarbeiter aus der Gastronomie, Handel, Hotellerie, aber auch Schüler und Studenten, sich bei den Rewe-Töchtern Adeg, Billa, Bipa, Merkur und Penny zu bewerben. Der Rewe-Österreich-Chef rechnet in kommender Zeit mit 20 bis 30 Prozent mehr Kundennachfrage, weil die Gastronomie in Österreich geschlossen ist. Es sei genug Ware da, man brauche nur mehr Mitarbeiter zum Einschlichten. Neue Mitarbeiter könnten in ein bis zwei Stunden in der Filiale starten.

Soldaten helfen in den Lagern aus

In den Zentrallagern hat Rewe personelle Unterstützung vom Bundesheer bekommen. Derzeit helfen 337 Soldaten und Vertragsbedienstete des Heeres in den Lagern aus. Eine Änderung der Öffnungszeiten steht bei Billa & Co. aber nicht im Raum. "Wir wollen Kunden signalisieren, es ändert sich nichts an der Warenversorgung und den Öffnungszeiten", so der Rewe-Österreich-Chef. Die Verteilung der Kunden über den ganzen Tag sei wichtig.

Billa stellt derzeit 2.500 Online-Lebensmittelbestellungen täglich zu und will die Lieferungen auf 5.000 erhöhen. An normalen Tagen sind es 1.000. Man könnte bei entsprechenden Ausnahmegenehmigungen auch 24 Stunden pro Tag ausliefern. Für den Online-Zustelldienst sucht das Unternehmen aktuell 50 bis 100 Mitarbeiter.

Keine Preisanpassung trotz hoher Nachfrage

Die hohe Nachfrage soll bei Rewe nicht zu Preisanpassungen führen. "Die Lebensmittelpreise werden nicht steigen. Wir nutzen die Situation nicht aus. Es gibt keinen Bedarf, es gibt keine Knappheit", so Haraszti.

Auch der Diskonter Lidl sucht in Österreich neue Mitarbeiter. "Wir können diese besondere Situation nur gemeinsam meistern. Deshalb brauchen wir jetzt jede Hilfe, die wir bekommen können", so der Lidl-Österreich-Chef. Bewerbungsgespräche seien via Video-Telefonie und WhatsApp möglich.

Lebensmittelhandel-Berufsschüler müssen in Betrieb

Lehrlinge einzelner Lehrberufe wie insbesondere "Einzelhandel, Schwerpunkt Lebensmittelhandel", "Einzelhandel, Schwerpunkt Feinkostfachverkauf" sowie "Drogist" müssen ab heute, Montag, statt der Berufsschulzeit in den Betrieb. Das teilte das Bildungsministerium in einer Aussendung mit. Dafür entfällt für sie die Pflicht zur Bearbeitung von Unterrichtsmaterialien.

Grundsätzlich gilt für Berufsschüler wie für alle anderen Oberstufenschüler, dass sie daheim die ihnen mitgegebenen Aufgaben absolvieren bzw. beim E-Learning aktiv sein müssen. Nur außerhalb der Berufsschulzeit müssen sie regulär in den Betrieb.

Spar sucht derzeit keine Mitarbeiter

Die Supermarktkette Spar braucht aktuell noch keine zusätzlichen Mitarbeiter. "Wir haben auch im eigenen Unternehmen eine verfügbare Personalreserve, nämlich die Hervis-Mitarbeiter", sagte Spar-Pressesprecherin Nicole Berkmann zur APA. Weil die Sporthandelsgeschäfte geschlossen bleiben müssen, versuchen man, die Hervis-Kollegen mit den Spar-Kollegen zu vernetzen, dort wo es nötig sei. Auch Spar hat in den acht Warenlagern in Österreich personelle Unterstützung vom Bundesheer. "Die aktuelle Lage ist ruhig. Es ist übers Wochenende der Warenbestand wieder aufgefüllt worden", so die Spar-Sprecherin.

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(APA/Red)

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