Hofmann Rapids Erfolgsgarant

Steffen Hofmann brachte es in 34 Runden auf 10 Tore und 27 Assists, nebenbei traf er auch in den 8 UI-Cup- und UEFA-Cup-Auftritten 8 Mal.

Der Deutsche spielt im Frühjahr wieder in seiner Meisterform von 2005 und hat dafür eine Erklärung mit Augenzwinkern parat. Vor drei Jahren sei seine erste Tochter Sophie-Marie zur Welt gekommen, in diesem Jahr sein zweites Kind Emily – also ist der zweite Titel mit Rapid fällig. “Meine Jüngste ist jetzt schon unter Druck”, schmunzelte der 27-Jährige, der als einziger Rapidler neben Helge Payer und Jürgen Patocka in allen 34 Liga-Partien im Einsatz war.

Sollten gegen Altach tatsächlich die fehlenden drei Punkte eingefahren werden und Hofmann wieder den Teller stemmen, wäre die Überraschung für den Rapid-Kapitän perfekt, “weil wir heuer weniger damit gerechnet haben als noch vor drei Jahren, denn da haben wir in der Saison davor schon gut gespielt und waren Winterkönig. 2005 haben wir vielleicht schon im Herbst damit gerechnet, um den Titel mitzuspielen, heuer nicht so”.

Als augenscheinlichste Parallele zum bisher letzten Titelgewinn wertet Hofmann die Tatsache, dass so wie damals die Austria wohl auch diesmal mit Red Bull Salzburg ein finanziell übermächtiger Gegner in die Schranken gewiesen werden dürfte. Innerhalb des Mannschaftsgefüges gibt es laut dem Mittelfeldspieler aber auch Unterschiede. “Vor drei Jahren hatten wir mit Ladi Maier (Anm.: damals Ersatz-Goalie) einen Spieler, der für uns unheimlich wichtig war. Wir haben auch jetzt einige, die viel Stimmung machen, aber eben nicht so extrem wie der Ladi.”

Auch in der Arbeitsweise zwischen dem damaligen Betreuer Josef Hickersberger und dem jetzigen Coach Peter Pacult ortet Hofmann Unterschiede. “Hickersberger hat damals einen engeren Kontakt zu den meisten Spielern gehabt als Pacult jetzt”, meinte der kürzlich von den Präsidenten, Managern und Trainern zum besten Spieler der laufenden Liga-Saison gewählte Kicker, betonte aber auch: “Pacult hat genug Kontakt zu den Spielern und vielleicht ist es ja so, dass die Mannschaft einen väterlichen Typen wie Hickersberger nicht mehr braucht.”

Noch eine Weiterentwicklung habe es innerhalb des Vereins gegeben. “Vor drei Jahren hatten wir noch keine Kraftkammer im Stadion, keinen ständigen Physiotherapeuten und der Arzt ist auch nicht ein paar Mal pro Woche in die Kabine gekommen und hat jeden Spieler gefragt, ob ihm was fehlt.”

Von der verbesserten Rundum-Betreuung profitierte nicht zuletzt Hofmann selbst. Nur wenige Tage nach seiner Rückkehr zu Rapid im Sommer 2006 hatte er einen Seitenbandriss im Knie erlitten, der ihn zu einer viermonatigen Pause zwang. “Aber seit meiner Genesung hatte ich nie mehr Probleme mit dem Knie.” Als einer der am öftesten gefoulten Spieler der Liga muss sich Hofmann zwar regelmäßig mit kleineren Wehwehchen herumschlagen, “aber jeden zwickt immer irgendetwas. Für mich ist das kein Problem.”

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