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"Hoffmanns Erzählungen" im Stadttheater Baden

Anlässlich des 100-Jahr-Jubiläums hat man sich im Stadttheater Baden - sonst Hort der Operettenpflege - über eine Oper gewagt. Robert Herzl, künstlerischer Leiter des Hauses, hat "Hoffmanns Erzählungen" von Jaques Offenbach inszeniert, die Premiere am Samstagabend gestaltete sich sichtlich zur Zufriedenheit des Publikums.

“Die Originalgestalt des Werkes, wie sie heute vorliegt, zu präsentieren, ohne auf die liebgewordenen ‘Schöpfungen dritter Hand’ zu verzichten” war Herzls erklärtes Ziel. Er entschied sich für die Fassung von Michael Kaye und Jean Christoph Keck in der deutschen Übersetzung von Josef Heinzelmann, nahm damit etwas Überlänge in Kauf und setzte im übrigen auf gediegene Regieführung.

Die Ausstattung von Pantelis Dessyllas verbindet konventionelle Kulissenwände mit computergesteuerten Lichteffekten, bleibt aber insgesamt ebenso im hergebrachten Rahmen wie die Choreografie von Matyas Jurkovics.

Für die Titelrolle – eigentlich ein Bariton – steht mit Sebastian Reinthaller ein Badener Publikumsliebling zur Verfügung, der allerdings das Bohemienhafte an Hoffmann vermissen lässt und in den höheren Lagen sehr schönbrunnerisch klingt. Ihm zur Seite zeigt sich die Norwegerin Hege Gustava Tjoenn – eine tadellose Stella/Olympia/Antonia/Giuletta – der Vierfachaufgabe auch stimmlich gewachsen.

Michael Kraus als dämonischer Gegenspieler Lindorf/Coppelius/Mirakel/Dapertutto bringt beachtliche Bühnenpräsenz zuwege, in weiteren Rollen können sich Eugene Amesmann, Jürgen Trekel, Beppo Binder, Daniel Ohlenschläger, Walter Schwab und – als luxuriöse Stimme aus dem Grab – Galina Klingenberger behaupten.

Die eigentliche Glanzleistung des Abends aber erbrachte Adrineh Simonian, die in der Hosenrolle des Niklas und als Muse mit burschikosem Charme, warmherziger Ausstrahlung und vor allem stimmlicher Sicherheit nicht zu Unrecht den meisten Beifall einheimste.

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