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Hochzeitsfeiern auf zehn Personen beschränkt

Bei Hochzeitsfeiern dürfen aktuell nur 10 Personen teilnehmen.
Bei Hochzeitsfeiern dürfen aktuell nur 10 Personen teilnehmen. ©APA/BARBARA GINDL
Auch Hochzeiten sind von den neuen Restriktionen zur Eindämmung des Coronavirus betroffen. Nur mehr zehn Personen dürfen an Hochzeitsfeiern teilnehmen.

Die neuen Restriktionen zur Verhinderung einer Weiterverbreitung des Coronavirus betreffen auch Hochzeiten. Bei Trauungen in der Kirche ist gegenüber Personen, die nicht im gemeinsamen Haushalt leben, ein Mindestabstand von einem Meter einzuhalten. Zusätzlich empfiehlt das Gesundheitsministerium das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes, das Bereitstellen von Desinfektionsmittel im Eingangsbereich und die Einschränkung des Gesangs.

Standesamt: Schutzmaßnahmen je nach örtlicher Gegebenheit

Bei Trauungen am Standesamt obliegt es der zuständigen Behörde, begleitende Schutzmaßnahmen je nach örtlicher Gegebenheit vorzusehen. Diese orientieren sich an den allgemeinen Abstands- und Hygieneempfehlungen. Informationen dazu gibt das jeweilige Standesamt.

Die anschließenden Hochzeitsfeiern gelten aus Sicht des Gesundheitsministeriums als Veranstaltungen ohne zugewiesene und gekennzeichnete Sitzplätze und können daher seit Montag in geschlossenen Räumen nur mehr mit bis zu zehn Personen stattfinden. Im Freien sind bis zu 100 Personen gestattet. Da in geschlossenen Räumen Maskenpflicht herrscht, darf der MNS-Schutz im Festsaal nur am Sitzplatz abgenommen werden, wo gegessen und getrunken wird. Beim Ausschank von Speisen und Getränken gelten die für die Gastronomie getroffenen Regelungen. Hochzeiten werden als geschlossene Veranstaltungen definiert - um spätestens 1.00 Uhr ist demnach Schluss mit dem Feiern.

Bis zu 500 Personen bei Begräbnissen erlaubt

Bei Begräbnissen auf Friedhöfen sind bis zu 500 Personen erlaubt. Für kirchliche Trauerfeiern gelten dieselben Empfehlungen wie für Trauungen. Gottesdienste sind grundsätzlich von den jüngsten Verschärfungen ausgenommen.

Abgesagte Hochzeiten und Feiern machen Gastronomie zu schaffen

Die seit heute verschärften Regeln im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus machen der Gastronomie zu schaffen. Dabei falle nicht so sehr die wieder geltende Maskenpflicht für Gäste ins Gewicht, sondern die beschränkte Personenzahl. Insbesondere Tagungen, Seminare, Hochzeiten, Familienfeiern und Weihnachtsfeiern würden nun storniert, sagte Wirtschaftskammer-Gastro-Obmann Mario Pulker zur APA. Seit Jahresbeginn liege die Branche um etwa 50 Prozent unter dem Vorjahr.

Seit Montag gibt es eine Beschränkung von maximal zehn Personen pro Tisch im Innenbereich sowie Maskenpflicht für Gäste im Lokal. Auch private Feiern bei einem Wirt, wie z. B. Hochzeiten oder Geburtstagspartys, sind nur noch bis zehn Personen möglich. Die Sperrstunde wurde generell auf 1.00 Uhr festgelegt. Das gilt auch bei geschlossenen Veranstaltungen in privat angemieteten Clubs oder Lokalitäten.

Ärger über Betriebe, die Sperrstundenregel ignorieren

Pulker ärgert sich über Betriebe, die sich nicht an die Sperrstundenregel halten. Die Stadt Wien hat gemeinsam mit der Polizei Covid-19-Kontrollen in der Wiener Club-Szene durchgeführt und dabei Dutzende Verstöße festgestellt. 26 Betriebe wurden kontrolliert, mehrere mussten geräumt werden. Auch private Partys sind dem Branchenvertreter ein Dorn im Auge: "Es kann nicht sein, dass am Donaukanal Tausende Party machen, während wir die Krot schlucken müssen."

Die Mehrheit der Gastronomiebetriebe geht für die Monate September, Oktober und November von Netto-Umsatzeinbußen von jeweils bis zu 50.000 Euro aus, wie laut Pulker kürzlich eine WKÖ-Umfrage ergab.

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(APA/Red)

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