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Hochspannung vor AUA-Hauptversammlung

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Mit großer Spannung wird die heutige Hauptversammlung der Austrian Airlines (AUA) erwartet: Bei der Versammlung, die um 10 Uhr im Wiener Austria Center begann, dürften wichtige Weichenstellungen für die Zukunft der heimischen Airline fallen.

Zur Stunde tagt noch der AUA-Aufsichtsrat über die Ergebnisse der gestrigen Verhandlungen mit dem austro-arabischen Investor Mohamed Bin Issa Al Jaber. Noch ist nicht bekannt, ob es Finanzminister Wilhelm Molterer und ÖIAG-Chef Peter Michaelis gelungen ist, den Investor doch noch zu einem Einstieg bei der AUA zu bewegen.

Al Jaber hatte aus Ärger über unerwartet hohe Verluste der AUA im ersten Quartal 2008 angekündigt, seine bereits ausverhandelte Investition über 150 Mio. Euro in die AUA im Zug einer Kapitalerhöhung zurückzuziehen. Dafür sollte er rund 20 Prozent der AUA-Aktien erhalten und Mitglied im “Österreich-Syndikat” werden, das unter Führung der ÖIAG eine österreichische Mehrheit an der AUA sichert. Die AUA beruft sich auf gültige Verträge, ein Ausstieg wäre nur auf dem Rechtsweg möglich.

Vor der heutigen AUA-HV ist alles offen – neben dem umstrittenen Einstieg Al Jabers dürfte es auch um längerfristige strategische Partnerschaften der AUA gehen. Auch die Zukunft von AUA-Chef Alfred Ötsch steht auf dem Spiel, ihm wird von Al Jaber und von Aktionären ein Scheitern bei den Sanierungsbemühungen vorgeworfen. Dem Vernehmen nach fordert Al Jaber den Rücktritt von Ötsch.

Mit der arabischen Kapitalspritze wollte die AUA ihre geplante Expansion in den Nahen Osten vorantreiben. Die AUA könne aber auch aus eigener Kraft weiter wachsen, beteuert die Airline.

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