Hélène Grimaud war nach Operation todunglücklich

Die französische Pianistin Hélène Grimaud hat unter der Zwangspause nach ihrer schweren Operation stark gelitten. "Ich habe in meinem Leben noch nie nichts gemacht, vielleicht war es nach 25 Jahren an der Zeit. Das Problem ist nur: Ich war todunglücklich", sagt die 41-Jährige dem "Tagesspiegel" (Dienstagausgabe).
Hélène Grimaud spielt Bach

Sie habe sich mit dem Nichtstun schwergetan, weil sie nicht wusste, wie lange diese Phase dauern würde und weil sie sich als Opfer fühlte.

Grimaud sagte, sie habe zwar schon länger mit dem Gedanken einer Auszeit gespielt, aber dann sei sie dazu gezwungen worden, ohne es genießen zu können. Dennoch habe sie aus dieser Auszeit viel gelernt. “Jede Pause ist eine gute Pause, mit wie viel Schmerzen, Zweifeln, Verzicht und Verstörungen sie auch verbunden sein mag”, sagte die Pianistin der Zeitung. Sie habe zudem gelernt, dass sie sich, dem Publikum, dem Betrieb und den Kritikern nichts mehr beweisen müsse.

Grimaud musste sich im Frühsommer einer Operation unterziehen und konnte dadurch mehrere Monate nicht Klavier spielen.

Hélène Grimaud spielt Bach

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