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Historische AKH-Gebäude am Alsergrund sollen abgerissen werden - Denkmalschützer auf den Barrikaden

Soll abgerissen werden: Die ehemalige Kinderklinik, ein bauhistorisch wertvolles Gebäude
Soll abgerissen werden: Die ehemalige Kinderklinik, ein bauhistorisch wertvolles Gebäude ©Erich J. Schimek
Im aktuellen Planentwurf zur Flächenwidmung am Alsergrund haben die Aktivisten der Initiative Denkmalschutz eine wahre Bombe gefunden - in der Nähe des AKH Wien sollen zwei historische Bauten von Ringstraßen-Architekt Emil von Förster abgerissen werden.
Um diese Gebäude geht es
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Proteste am Alsergrund. Nicht nur die Initiative Denkmalschutz beschwert sich bitter über den geplanten Abriss von zwei Nebengebäuden des klassischen AKH, die in den Jahren 1909 bis 1911 von Ringstraßen-Architekt Emil von Förster gebaut wurden. Warum diese Gebäude nicht unter Denkmalschutz stehen, kann man beim Verein nicht nachvollziehen.

Historische Gebäude am Alsergrund

Bei den fraglichen Gebäuden – am Lazarettgassenweg, Verlängerung Pelikangasse – handelt sich dabei um die ehemalige I. Medizinische (Interne) Klinik und die ehemalige Kinderklinik am Lazarett. Im aktuellen Planentwurf 7988, der noch bis 26. April öffentlich aufliegt und beeinsprucht werden kann, ist etwas verklausuliert der Abriss der beiden Gebäude versteckt. “Soll einem anderen Baukörper weichen” ist jedoch nicht unbedingt so subtil, dass man es gar nicht versteht. Die Initiative Denkmalschutz fordert sowohl den Gemeinderat als auch die Bezirksvorstehung des 9. Bezirkes auf, dem Abbruch nicht zuzustimmen.

Warum sind die Gebäude wichtig?

Die Fassaden der Bauten hat der bekannte Ringstraßenarchitekt Emil von Förster entworfen und sind vom Stil her nach dem “Wendepunkt vom secessionistisch beeinflussten Jugendstil hin zu Formen des Barock, Empire, Biedermeier und Heimatschutz” anzusiedeln – das schreibt Monika Kepplinger in ihrer Dissertation “Die Neuen Kliniken“. Die Gebäude stellen daher nach Meinung der Initiative ein wichtiges Bindeglied zwischen verschiedenen Baustilen in Wien dar. 

Das sagt das Bundesdenkmalamt

Beim Bundesdenkmalamt ist zu erfahren, dass die beiden Objekte in Prüfung sind. Und die wird schnell gehen: Innerhalb von ein bis zwei Wochen soll die zuständige Sachbearbeiterin vor Ort sein und auf “Denkmalwürdigkeit” prüfen. Dabei sind einige Faktoren ausschlaggebend: Beispielsweise, wie sehr sie im Lauf der Jahre verändert wurden, wie wichtig oder typisch sie für die Bauperiode sind und viele weitere Faktoren. Bis dahin ist nach Auskunft des Bundesdenkmalamtes übrigens sehr wohl ein Abriss möglich – geschützt sind nur Objekte, die bereits unter Denkmalschutz stehen. Allerdings, und das betont das BDA, wird die Stadt Wien das ohne weitere Gespräche nicht zulassen. Ein Schutz kann allerdings auch unter ‘Gefahr im Verzug’ innerhalb von Stunden ausgesprochen werden. Das Verfahren würde dann nachgezogen. Allerdings ist gerade in Wien beinahe ausgeschlossen, dass zu so einer Maßnahme gegriffen werden muss. Die historischen Gebäude am Alsergrund sind also sicher – zumindest, bis das Gutachten des Denkmalamtes eine Schutzwürdigkeit feststellt.

 

(PFR)

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