Hilfe für Mobbingopfer im Magistrat

Für Bedienstete des Wiener Magistrats wird es ab 1. Oktober 2006 eine eigene Mobbing-Beratungsstelle geben, kündigten Personalstadträtin Sonja Wehsely und die Grüne Stadträtin Monika Vana an.

Die Einrichtung dieser Anlaufstelle ist das erste rot-grüne Projekt, das in dieser Legislaturperiode umgesetzt wird. Mobbing ist eine Form von zielgerichtetem Psychoterror am Arbeitsplatz und meint systematische Ausgrenzung, Diskriminierung oder Abwertung einzelner KollegInnen.

“In einem so großen Konzern wie dem Wiener Magistrat können auch bei noch so guter Unternehmenskultur einzelne Mobbingfälle nicht ausgeschlossen werden. Als Personalstadträtin ist es mir daher wichtig, etwaigen Mobbing-Opfern eine kompetente Anlaufstelle und Hilfe bieten zu können”, so Wehsely. Stadträtin Vana: “Ich freue mich besonders, dass das erste abgeschlossene rot-grüne Projekt im ArbeitnehmerInnenschutz-Bereich liegt. Die jetzige Ausstattung der Beratungsstelle ist ein wichtiger erster Schritt. Wir werden das Angebot nach gegebener Zeit evaluieren, um bei Bedarf die Mobbing-Beratungsstelle auszubauen.”

Die neue Mobbing-Beratungsstelle wird beim unabhängigen Bedienstetenschutzbeauftragten angesiedelt sein. Dieser ist bei Ausübung seiner Funktionen an keine Weisungen gebunden und zur Verschwiegenheit verpflichtet. Zur fachlichen Betreuung von Mobbingopfern werden zusätzlich eine Psychologin und ein Psychologe zur Verfügung stehen.

Der Aufgabenbereich: In der Mobbing-Beratungsstelle wird abgeklärt, ob es sich bei einem Sachverhalt tatsächlich um Mobbing handelt. In Folge werden Betroffene und Vorgesetze beraten. Erforderlichenfalls wird auch zwischen den Beteiligten vermittelt und bei in Betracht kommenden Dienststellen und Personen interveniert. Bei Bedarf werden die MitarbeiterInnen der Mobbing-Beratungsstelle auch Vorschläge für eine weiterführende Betreuung erarbeiten.

Damit die neue Stelle ihre Aufgaben bestmöglich wahrnehmen kann, sind die Dienststellen verpflichtet, dem unabhängigen Bedienstetenschutzbeauftragten und seinen MitarbeiterInnen Auskünfte und Informationen zu erteilen und an der Abklärung bzw. Bereinigung des jeweiligen Sachverhaltes mitzuwirken. Bediensteten des Krankenanstaltenverbundes (KAV) steht als erste Anlaufstelle eine KAV-eigene Beratungsstelle zur Verfügung.

Die Mobbing-Beratungsstelle befindet sich ab 1. Oktober im 19. Bezirk in der Muthgasse 62, 3. Stock, Riegel C, Tür C 3.07, Telefon: 01/4000/38955. 

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