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Hickersberger mit 0:0 gegen Tunesien zufrieden

Einen Tag nach dem Match hat Österreichs Fußball-Teamchef Josef Hickersberger am Donnerstag ein positives Resümee über das zwölfte und letzte Testspiel des Jahres 2007 gezogen.

„Für mich war die Leistung in Ordnung und phasenweise gut, weil wir die Aufgaben, die wir uns gestellt haben, gut gelöst haben“, sah der zufriedene 59-Jährige einen gelungenen EURO-Test.

„Wir wollten den Gegner mit Pressing unter Druck setzen und Bälle erobern. Dadurch war die Abwehr gezwungen, näher zur Mittellinie zu rücken und es haben sich Räume zum Kontern geboten. Dieses System war aber auch mit einem großen Laufaufwand verbunden“, meinte Hickersberger. Seine Kicker seien mit dieser Situation jedoch gut umgegangen. „Im Verhältnis zur Qualität des Gegners haben wir wenig Konter zugelassen.“

Österreichs Sturm als laues Lüfterl
Negativ wertete Hickersberger einige Abspielfehler auch von routinierten Kickern, der oft schlecht gespielte letzte Pass und das Auslassen einiger guter Chancen. „Aber das ist auf diesem Vorbereitungsstand nicht überraschend für mich“, sagte der Ex-Rapid-Meistermacher, der zwar den Auftritt von Roman Kienast grundsätzlich positiv bewertete, aber auch zugab, dass im ÖFB-Team eine Sturmflaute herrscht.

„Wir haben im Moment eben nicht die Torjäger, wie es früher Krankl oder Polster waren, aber die sind im Moment in anderer Funktion tätig.“ Die mangelnde Chancenauswertung der ÖFB-Elf spielte den Tunesiern zwar in die Hände, dennoch hätten die Afrikaner mit ihrer abwartenden Taktik keinen Erfolg gehabt. „Sie wollten uns auskontern und haben daraufgesetzt, dass wir gegen Ende abbauen. Am Schluss hat unser Spiel auch Auswirkungen gezeigt.“

In den Minuten vor dem Schlusspfiff spürte „Hicke“ bei Ivanschitz und Co. die Angst vor einer Niederlage. „Das Spiel ist in eine psychologisch interessante Phase gekommen. Wir haben alles versucht, ein Tor zu machen. Das ist nicht gelungen, und dann kommt die Angst, man könnte verlieren.“ Der Teamchef zeigte sich von der Einstellung seiner Schützlinge nicht nur in dieser Situation „positiv überrascht. Es ist schwieriger, in einem fast leeren Stadion gegen einen unbekannten Gegner zu spielen als in einem vollen Stadion gegen Stars wie Beckham oder Gerrard“. Aus diesem Grund hätte sich die Mannschaft Lob verdient, „und ich lobe sonst nur selten“.

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